Nach Kundgebungen von AfD und Pegida in Dresden Maas kritisiert AfD scharf

Von red/dpa 

Jusitzminister Heiko Maas findet scharfe Worte, nachdem die AfD und das Pegida-Bündnis am Montag in Dresden das erste Mal gemeinsam Kundgebungen abgehalten haben.

Der Bundesjusitzminister Heiko Maas. Foto: dpa-Zentralbild
Der Bundesjusitzminister Heiko Maas. Foto: dpa-Zentralbild

Berlin - Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) hat den Schulterschluss von Pegida und AfD bei Kundgebungen in Dresden scharf kritisiert. Man solle sich zwar hüten, alle Wähler der AfD pauschal als Rechtsradikale zu bezeichnen, sagte er der „Frankfurter Rundschau“ (Mittwoch).

Aber wenn die AfD jetzt den Schulterschluss mit Pegida suche, müsse sie sich vorhalten lassen, sich endgültig nicht mehr von radikalen und fremdenfeindlichen Hetzern abzugrenzen. „Dann zeigt sich deutlich das rechtsradikale Gesicht der Partei.“ Die AfD wolle offenbar „zur neuen politischen Heimat für Neonazis“ werden.

Das islam- und fremdenfeindliche Pegida-Bündnis und die AfD-Basis in Dresden hatten am Montag erstmals gemeinsam Kundgebungen abgehalten. Der Dresdner AfD-Kreisverband war zwar bemüht, die Versammlungen, die zeitlich nacheinander auf dem Neumarkt vor der Frauenkirche stattfanden, formal getrennt zu sehen. Redner beider Lager ließen aber keinen Zweifel daran, dass AfD und Pegida gemeinsam stehen.




Unsere Empfehlung für Sie