Nach Landtagswahlen SPD bringt Ampel-Koalition auch im Bund ins Spiel

„Ich halte die Ampel für vorstellbar auf Bundesebene“, sagte Generalsekretär Lars Klingbeil. Foto: imago images//Janine Schmitz
„Ich halte die Ampel für vorstellbar auf Bundesebene“, sagte Generalsekretär Lars Klingbeil. Foto: imago images//Janine Schmitz

Nach den Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz bringt die SPD nun auch für die Bundestagswahl verstärkt die Möglichkeit einer Koalition mit Grünen und FDP ins Gespräch.

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Berlin - Die SPD bringt für die Bundestagswahl nun verstärkt die Möglichkeit einer Koalition mit Grünen und FDP ins Gespräch. „Ich halte die Ampel für vorstellbar auf Bundesebene“, sagte Generalsekretär Lars Klingbeil am Montag dem TV-Sender Phoenix. „Wir brauchen jetzt ein Zukunftsbündnis in diesem Land, und da glaube ich, dass das mit der FDP möglich ist.“ Auch der zur Parteilinken gehörende SPD-Vizechef Kevin Kühnert erklärte, sowohl die Ampel als auch ein Bündnis mit Grünen und Linken seien denkbar. „Auf Bundesebene sehen wir, dass beide Dreier-Optionen, eine Ampel, wie auch Rot-Rot-Grün, nicht im Bereich des Unmöglichen liegen“, sagte der frühere Juso-Chef dem Südwestrundfunk. In Umfragen gibt es derzeit aber für beide Konstellationen keine rechnerische Mehrheit.

Bei den Landtagswahlen war am Sonntag in Rheinland-Pfalz die Ampel-Koalition unter SPD-Ministerpräsidentin Malu Dreyer bestätigt worden, während in Baden-Württemberg eine Ampel unter Grünen-Führung zumindest rechnerisch eine Option ist. Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat offengelassen, ob er am bisherigen Koalitionspartner CDU festhält.

SPD-Chefin Saskia Esken schloss für ihre Partei auch die Rolle einer Juniorpartnerin in einer Ampel auf Bundesebene nicht aus. „Wir schließen hier gar nichts aus“, sagte Esken im ARD-Fernsehen. Die SPD setze aber darauf, die Bundestagswahl am 26. September zu gewinnen: „Es kommt uns jetzt drauf an, dass wir mit Olaf Scholz gemeinsam einen guten Wahlsieg erringen.“ In Umfragen liegen die Sozialdemokraten derzeit mit Werten von 15 bis 17 Prozent auf Rang Drei hinter den Grünen, die mit 17 bis 20 Prozent taxiert werden. Die Grünen gehen erstmals mit dem Anspruch in die Wahl, den Kanzler oder die Kanzlerin zu stellen.




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