Nach Machete-Vorfall auf dem Festgelände Keine Leibesvisitationen beim Stuttgarter Frühlingsfest

Nach dem Vorfall auf dem Frühlingsfest sind die Einsatzkräfte laut Veranstalter sensibilisiert. Foto: dpa/Sebastian Gollnow

Am Samstagabend gerät ein Besucher auf dem Cannstatter Wasen mit anderen Personen in Streit und zückt plötzlich eine Machete. Nach dem Austausch mit der Polizei hält der Veranstalter in.Stuttgart am „bewährten Sicherheitskonzept“ fest.

Reporter: Sebastian Steegmüller (seb)

Am Samstagabend ist ein 19 Jahre alter Mann auf dem Stuttgarter Frühlingsfest mit mehreren Personen in Streit geraten. Im Lauf dieser Auseinandersetzung hat er eine Machete aus seinem Hosenbund gezogen. Auf Videoaufnahmen ist zu sehen, wie der Mann mit der Stichwaffe herumfuchtelt, außerdem schlägt er sie mehrfach auf den Boden, sodass Funken fliegen.

 

Gegen den 19-Jährigen wird wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz und Verdachts der Bedrohung ermittelt. Nach ersten Erkenntnissen hat er die Machete aber offenbar nicht in Richtung von Besuchern gerichtet und wohl auch niemand angegriffen. Dennoch sorgte der Vorfall für große Unruhe und Verunsicherung auf dem Cannstatter Wasen. Am Montag haben sich die Verantwortlichen der in.Stuttgart-Veranstaltungsgesellschaft mit den Behörden ausgetauscht, ob und inwiefern das Sicherheitskonzept angepasst werden muss.

Polizei ist innerhalb von einer Minute vor Ort

„Nach Abstimmung mit der Polizei können wir sagen, dass das Sicherheitskonzept und das Kamerasystem auf dem Frühlingsfest funktioniert haben“, sagt in.Stuttgart-Sprecherin Stefanie Hirrle. „Vom Zeitpunkt, als die Polizeibeamten der Videoüberwachung den Vorfall bemerkt haben, bis zur vorläufigen Festnahme des Mannes mit der Machete auf dem Festplatz ist weniger als eine Minute vergangen. Wir nehmen den Vorfall sehr ernst und sind froh darüber, dass niemand verletzt wurde.“ Das Motiv des Mannes sei noch unklar. „Wir gehen aber davon aus, dass der Mann nicht auf den Platz kam, um jemanden zu verletzen, sondern die Waffe inmitten einer Auseinandersetzung mit anderen Festbesuchern gezogen hat“, so Hirrle.

Das Sicherheitskonzept habe sich über Jahre hinweg bewährt und werde regelmäßig hinterfragt, korrigiert und angepasst. „Aktuell erfolgt am Einlass eine Sicht- und Taschenkontrolle durch die Ordnungskräfte. Auch die Polizei ist präsent. Alle sind aktuell zusätzlich sensibilisiert und haben ein besonderes Augenmerk auf die Bereiche des Festplatzes, in denen es gelegentlich zu Spannungen kommt. Wir bleiben weiterhin in enger Abstimmung mit der Polizei und dem Sicherheitsdienst.“

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