Nach neun Jahren Pause Böhse Onkelz kommen wieder

Von SIR/dpa 

Die Böhsen Onkelz waren skandalumwittert und überaus umstritten. Bis zuletzt haftete ihnen der Ruf als „Neo-Nazi-Zündler“ an. Jetzt - nach neun Jahren Pause - bestätigte die Band Comeback-Gerüchte.

Die Böhsen Onkelz wollen nach etwa neun Jahren Pause wieder gemeinsam auf der Bühne stehen.  Foto: dpa
Die Böhsen Onkelz wollen nach etwa neun Jahren Pause wieder gemeinsam auf der Bühne stehen. Foto: dpa

Die Böhsen Onkelz waren skandalumwittert und überaus umstritten. Bis zuletzt haftete ihnen der Ruf als „Neo-Nazi-Zündler“ an. Jetzt - nach neun Jahren Pause - bestätigte die Band Comeback-Gerüchte.

Frankfurt - Die Böhsen Onkelz wollen nach etwa neun Jahren Pause wieder gemeinsam auf der Bühne stehen. Die umstrittene Band bestätigte die Gerüchte um ein mögliches Comeback in der Nacht zum Freitag. „Wir spielen ein gemeinsames Konzert“, hieß es in einem Video auf der Website der Gruppe. „Was wir euch jetzt verkünden, ist nichts weniger als eine Sensation.“ Die Band wolle am 20. Juni am Hockenheimring in Baden-Württemberg ein Konzert spielen.

Ihre Fans haben die Band während der jahrelangen Pause nicht vergessen. Bei Facebook äußerten sich Tausende begeistert über das angekündigte Comeback. „Die Onkelz“ bedankten sich für die Kommentare und den Rückhalt. „Eure Freude ist unsere. Dafür ein erstes Danke.“ Ob es noch mehrere Auftritte oder ein neues Album geben wird, verriet die Band zunächst nicht. Nähere Informationen sollten noch folgen.

Die Böhsen Onkelz hatten sich 2005 aufgelöst

Bevor sich die Böhsen Onkelz 2005 auflösten, sorgten sie 25 Jahre und 18 Alben lang für Schlagzeilen und ausverkaufte Hallen. Mit Liedern wie „Erinnerungen“, „Finde die Wahrheit“ und „Auf gute Freunde“ sowie ihren Alben feierte die Band große Erfolge und landete mehrmals auf den vorderen Plätzen der Deutschen Charts.

Doch bis zuletzt blieben Sänger Kevin Russell, Stephan Weidner Matthias „Gonzo“ Röhr und Peter Schorowsky überaus umstritten. Drogen und der „Rechtsradikalen-Scheiß“, wie es der Texter und Bassist Weidner einmal formulierte, begleiteten die Hardrock-Band lange Zeit. In den ersten Jahren hatte sie zur Skinhead-Szene gehört und mit Liedern wie „Türken raus“ Anstoß erregt. Das Album „Der nette Mann“ kam 1986 auf den Index, unter anderem wegen gewaltverherrlichender und pornografischer Tendenzen. Medien und Plattenläden boykottierten die Band.

Immer wieder versuchten sich die Böhsen Onkelz später von der Skinhead-Szene zu distanzieren, wurden den Ruf als „Neo-Nazi-Zündler“ aber nie ganz los.