Nach Niederlage Merz bietet Übernahme von Wirtschaftsministerium an

Merz forderte seine Anhänger auf, den neuen Parteivorsitzenden Armin Laschet zu unterstützen. Foto: AFP/ODD ANDERSEN
Merz forderte seine Anhänger auf, den neuen Parteivorsitzenden Armin Laschet zu unterstützen. Foto: AFP/ODD ANDERSEN

Nach seiner Niederlage hat Friedrich Merz angeboten, den Posten des Bundeswirtschaftsministers zu übernehmen und in die jetzige Bundesregierung einzutreten. Zugleich begründete er, warum er nicht für das CDU-Präsidium kandidiert habe.

Berlin - Der in der Wahl zum CDU-Chef unterlegene Friedrich Merz ist bereit, den Posten des Bundeswirtschaftsministers zu übernehmen. „Dem neuen Parteivorsitzenden habe ich angeboten, in die jetzige Bundesregierung einzutreten und das Bundeswirtschaftsministerium zu übernehmen“, sagte Merz am Samstag der Nachrichtenagentur Reuters.

„Die CDU kann nicht nur von Männern aus Nordrhein-Westfalen geführt werden“

Zugleich begründete er, warum er nicht für das CDU-Präsidium kandidiert habe. „Die CDU kann nicht nur von Männern aus Nordrhein-Westfalen geführt werden“, sagte Merz. „In das Präsidium wären bei meiner Bewerbung noch weniger Frauen gewählt worden. Ich habe mich deshalb entschlossen, zugunsten der Frauen auf eine Kandidatur zu verzichten.“

Forderte Anhänger auf, Laschet zu unterstützen

Merz forderte seine Anhänger auf, den neuen Parteivorsitzenden Armin Laschet zu unterstützen. „Armin Laschet hat jetzt die ganze Unterstützung der Partei verdient. Und deshalb sollten ihn auch alle Delegierten in der schriftlichen Schlussabstimmung wählen“, sagte Merz. Wichtig sei nun vor allem die inhaltliche Vorbereitung der Wahlen des Jahres 2021. „Die Sachfragen stehen jetzt im Vordergrund“, betonte der Wirtschaftspolitiker und stellvertretende Vorsitzende des CDU-Wirtschaftsrates. Bei der Frage, wer nun Kanzlerkandidat der Union werden solle, antwortete Merz ausweichend und verwies auf die Abstimmung zwischen CDU und CSU. „Das müssen die beiden Parteivorsitzenden besprechen und einen Vorschlag machen“, sagte er.




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