Nach Panne bei Deutsch-Prüfung Land zahlt Stornokosten für geplatzte Klassenfahrten

Von red/dpa 

Wegen der verschobenen Deutsch-Abschlussprüfung an Real- und Gemeinschaftsschulen muss das LAnd tief in die Tasche greifen. Grund dafür sind die Stornokosten für Klassenfahrten.

Am 13. April hatte eine Schule in Bad Urach einen geöffneten Umschlag mit beschädigtem Siegel festgestellt, in dem die Prüfungsaufgaben enthalten waren. Daraufhin musste die Prüfung vom 18. April auf den 27. April verschoben werden. Foto: dpa
Am 13. April hatte eine Schule in Bad Urach einen geöffneten Umschlag mit beschädigtem Siegel festgestellt, in dem die Prüfungsaufgaben enthalten waren. Daraufhin musste die Prüfung vom 18. April auf den 27. April verschoben werden. Foto: dpa

Stuttgart - Die wegen einer Panne mit Prüfungsaufgaben verschobene Deutsch-Abschlussprüfung an Real- und Gemeinschaftsschulen kostet das Land 22 000 Euro. Die Summe ergebe sich, weil infolge der Verschiebung sieben Realschulen ihre Abschluss-Klassenfahrten hätten stornieren müssen, teilte das Kultusministerium der Deutschen Presse-Agentur in Stuttgart mit.

Geld in fast allen Fällen überwiesen

Das Geld ist demnach in fast allen Fällen bereits überwiesen. Ministerin Susanne Eisenmann (CDU) betonte: „Uns war wichtig, dass die Eltern und Schüler nicht auf den Stornokosten sitzen bleiben, die ihnen durch die Verschiebung der Prüfung entstanden sind.“

Am 13. April hatte eine Schule in Bad Urach einen geöffneten Umschlag mit beschädigtem Siegel festgestellt, in dem die Prüfungsaufgaben enthalten waren. Daraufhin musste die Prüfung vom 18. April auf den 27. April verschoben werden.

Sicherheitsbestimmungen werden verschärft

Eisenmanns Ressort rät von Abschlussreisen im Prüfungszeitraum ab. Das gelte vom ersten Haupttermin bis zum letzten Nachtermin - 2019 also vom 30. April bis zum 29. Mai. Sonst könne das Land das Stornierungsrisiko bei einer Prüfungs-Verschiebung nicht übernehmen.

Die Sicherheitsbestimmungen werden verschärft: Nur Schulleiter oder ihre Stellvertreter - nicht mehr eine Vertretung mit Vollmacht - dürfen Prüfungsaufgaben bei den Schulämtern abholen. Das muss schriftlich bestätigt und mit Datum und Uhrzeit versehen werden. Der Umschlag muss direkt in die Schule gebracht und sicher aufbewahrt werden.