Nach „Quotenschwarzer“-Nachricht DFB-Botschafter Hartwig zum Fall Lehmann: Erschreckendes Denken

Jimmy Hartwig hat Jens Lehmann scharf kritisiert (Archivbild). Foto: imago/Pacific Press Agency/Michael Debets
Jimmy Hartwig hat Jens Lehmann scharf kritisiert (Archivbild). Foto: imago/Pacific Press Agency/Michael Debets

Der DFB-Botschafter Jimmy Hartwig hat Jens Lehmann für seine Aussage scharf kritisiert. „Nicht nur die Sprache ist das Erschreckende, sondern auch das Denken, das dahinter steckt“, so Hartwig.

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Berlin - DFB-Botschafter Jimmy Hartwig hat das Verhalten des früheren Fußball-Nationaltorhüters Jens Lehmann scharf verurteilt. „Mir ist es unverständlich, dass ein überragender Torwart wie Jens Lehmann von ‚Quotenschwarzen’ spricht“, schreibt der frühere Nationalspieler und Profi des Hamburger SV in einem vom Deutschen Fußball-Bund am Mittwoch veröffentlichten Statement. „Nicht nur die Sprache ist das Erschreckende, sondern auch das Denken, das dahinter steckt.“

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Lehmann hatte sich zuvor für eine rassistische WhatsApp-Nachricht beim ehemaligen Profi Dennis Aogo entschuldigt. Dieser hatte einen Screenshot eines WhatsApp-Verlaufs bei Instagram Story gepostet. Er hatte alle Nachrichten, die dem Screenshot zufolge vom Handy von Lehmann stammten, bis auf eine geschwärzt. Rot umrandet hatte der 34 Jahre alte Aogo die Frage: „Ist Dennis eigentlich euer quotenschwarzer?“

„Der DFB und die Vereine leisten viel gegen Rassismus. Aber es ist leider immer noch ein weiter Weg in die Köpfe einiger Menschen“, sagte Hartwig. Das schnelle und entschlossene Handeln von Hertha BSC bezeichnete der 66-Jährige als „dringend geboten“. Investor Lars Windhorst hat den Beratervertrag mit Lehmann beendet.




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