Mit sofortiger Wirkung wird die zulässige Höchstgeschwindigkeit auf der viel befahrenen Straße in Ludwigsburg verringert. Es geht um Lärmschutz – aber auch um zwei verstorbene Frauen.
Die Stadt Ludwigsburg verringert die zulässige Höchstgeschwindigkeit in der Schwieberdinger Straße (L 1140) – das hat die Verwaltung am Dienstagnachmittag bekanntgegeben. Zwischen der Solitudestraße und der Schlieffenstraße gilt demnach künftig Tempo 40. Seit dem Rasertod zwei junger Frauen im März wurde dieser Schritt von mehreren Seiten gefordert.
Die Maßnahme ist Teil des Lärmaktionsplans der Stadt und entspricht zugleich dem Wunsch vieler Anwohnender sowie des Stadtteilausschusses, die sich für eine Geschwindigkeitsreduzierung ausgesprochen hatten.
Die Umsetzung erfolgt kurzfristig: Schon am Mittwoch, 29. Oktober, und Donnerstag, 30. Oktober, stellen Mitarbeitende der Technischen Dienste Ludwigsburg die neuen Verkehrsschilder auf. Die Regelung tritt in Kraft, sobald die Schilder montiert sind.
Blitzer ist bereits bestellt
Ludwigsburgs Oberbürgermeister Matthias Knecht begrüßt die Einführung von Tempo 40 nicht nur aus Lärmschutz-, sondern auch aus Sicherheitsgründen. Im März waren in der Schwieberdinger Straße bei einem illegalen Autorennen die zwei jungen Frauen Merve und Selin ums Leben gekommen, „Es ist mir persönlich ein großes Anliegen, in der Schwieberdinger Straße entsprechende Maßnahmen umzusetzen“, betont Knecht.
Bereits im Sommer entschied die Stadt, nahe des Unfallortes einen Blitzer aufzustellen. Das Gerät ist laut aktueller Pressemitteilung bereits bestellt, die Lieferung soll bis Ende des Jahres erfolgen.