Nach Rassismus-Skandal beim CFC Chemnitz-Spieler wenden sich an Fans

Von red/ dpa 

Vor dem ersten Heimspiel des Chemnitzer FC nach dem Rassismus-Skandal wenden sich die Spieler in einem offenen Brief an die Fans und fordern sie dazu auf, zu zeigen, „wie lebenswert und bunt diese Stadt ist“.

Die Spieler des CFC um Dennis Grote (Mitte) wollen keinen braunen Verein (Archivbild). Foto: Pressefoto Baumann
Die Spieler des CFC um Dennis Grote (Mitte) wollen keinen braunen Verein (Archivbild). Foto: Pressefoto Baumann

Chemnitz - Die Regionalliga-Fußballer des Chemnitzer FC haben die Bewohner der westsächsischen Stadt dazu aufgefordert, im Heimspiel am Samstag gegen Budissa Bautzen (13.30 Uhr) zu zeigen, „wie lebenswert und bunt diese Stadt ist“. In einem offenen Brief schreibt der Mannschaftsrat um Kapitän Dennis Grote: „Es ist Zeit, Farbe zu bekennen und zu zeigen, dass Chemnitz himmelblau und nicht braun ist!“

Das Sachsen-Duell gegen Bautzen ist das erste Heimspiel der Chemnitzer nach dem Skandal am 9. März, als Fans im Stadion um einen verstorbenen Hooligan und Rechtsextremisten trauerten. Die Begegnung der Regionalliga Nordost steht unter bundesweiter Beobachtung. DFB-Vizepräsident Rainer Koch hatte sich gewünscht, dass sich der Chemnitzer FC in dem Spiel klar gegen Rassismus positioniert.

Spieler erhalten zahlreiche Nachrichten

Die Fußballer schreiben, dass die zurückliegenden Tage für die Mannschaft „sehr schwierig“ gewesen seien: „„Für was für einen Nazi-Club spielst du denn?“. Diese oder ähnliche Nachrichten haben wir alle in den Tagen seit dem 9.3.2019 immer wieder bekommen. Das war vorher nicht so. Und das soll künftig auch nicht mehr sein!“

In dem Brief heißt es, dass ein sehr großer Teil der Mannschaft nicht gebürtig aus Chemnitz, aber gern in der Stadt sei. Die Spieler hätten „bei zahlreichen Terminen und Gesprächen viele tolle und weltoffene Chemnitzer“ kennengelernt. „Diese Menschen sollten wir alle in den Fokus stellen und nicht die braune Ideologie.“




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