Nach Raubüberfall Polizei nimmt sieben Mitglieder der „Black Jackets“ fest

 Foto: dapd
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Nach einem Raubüberfall in Giengen an der Brenz hat die Polizei sieben Mitglieder der Bande „Black Jackets“ gefasst.

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Stuttgart - Nach einem Raubüberfall in Giengen an der Brenz hat die Polizei sieben Mitglieder der Bande „Black Jackets“ gefasst. Die Männer seien von Beamten eines Spezialeinsatzkommandos festgenommen worden, wie die Staatsanwaltschaft Ellwangen und die Polizei in Heidenheim am Donnerstag mitteilten. Sie stehen im Verdacht, am 28. September einen 22-jährigen Mann beraubt und zusammengeschlagen zu haben. Vier der Tatverdächtigen sitzen mittlerweile in Untersuchungshaft. Zwei Haftbefehle wurden unter Auflagen außer Vollzug gesetzt, einer aufgehoben.

Bei Wohnungsdurchsuchungen stellten die Beamten zudem Waffen, Schlagwerkzeuge, Drogen sowie illegale Muskelaufbauprodukte sicher. Bei allen Tatverdächtigen im Alter zwischen 19 und 32 Jahren handelt es sich laut Polizei um Mitglieder der rockerähnlichen Gruppierung.

Dem Überfall auf den jungen Mann soll ein Streit mit dem 29 Jahre alten Hauptverdächtigen wegen der Reparatur eines Pkw vorausgegangen sein. Am Tattag kam es zwischen den beiden Männern zu einem Treffen. Der 29-Jährige, welcher laut Polizei bei den „Black Jackets“ eine Führungsrolle ausüben soll, rief währenddessen mehrere Mitglieder seines sogenannten Chapters an.

Opfer wurde schwer verletzt

Anschließend sollen mehrere Pkw das Fahrzeug des Geschädigten umstellt haben. Dem Hauptverdächtigen wird vorgeworfen, eine Geldtasche mit mehreren Tausend Euro aus dem Auto des Opfers genommen und den Auftrag erteilt zu haben, den 22-Jährigen zusammenzuschlagen. Der Geschädigte erlitt zahlreiche Prellungen sowie Verletzungen im Bereich des Innenohres, weshalb er stationär in einer Klinik behandelt werden musste.

Die „Black Jackets“ sind eine Jugendbande, die 1985 in Heidenheim gegründet wurde und landesweit immer wieder durch Gewalttaten sowie andere Delikte auffällt. Mitte Oktober wurden nach einem mehr als zwei Jahren währenden Prozesses 21 Mitglieder der Bande aus Stuttgart und Umgebung wegen eines Schlägerangriffs zu teilweise hohen Haftstrafen verurteilt.

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