Nach Sanierung in Aichwald Alte Sporthalle soll bald wieder für Schulen und Vereine öffnen

Sportler des ASV weihten die Halle am Donnerstagnachmittag ein. Foto: Horst Rudel

Nach gut zwei Jahren Bauzeit und 4,2 Millionen Euro Investitionskosten haben die Aichwalder die Alte Sporthalle in Schanbach (Kreis Esslingen) eingeweiht. Diese soll in einigen Wochen genutzt werden können – und einen neuen Namen erhalten.

Ein formvollendeter Purzelbaum nach dem anderen auf der einen Hallenseite, Körbewerfen auf der anderen: das geht in der frisch sanierten „Alten Sporthalle“ im Aichwalder Gemeinde- und Schulzentrum gleich viel besser. In dieser Woche haben die Sportler des ASV Aichwald – kurz für Allgemeiner Sportverein – als erste den Probelauf auf dem neuen Sportboden wagen dürfen. Dieser ist nun in einem dunklen Blau-Grau gehalten statt hellem Grau-Grün. Und die Toiletten-, Dusch- und Umkleidekabinen aus den 1970ern wurden ausgetauscht. Aber auch für die Sportler weniger ersichtliche, doch für den Fortbestand des Gebäudes wichtige Arbeiten sind erledigt. Das Projekt war aufgrund der hohen Kosten umstritten. 4,2 Millionen Euro wurden investiert.

 

Damit sei auch das letzte Gebäude im Gemeinde- und Schulzentrum Schanbach grundlegend erneuert, sagte Bürgermeister Andreas Jarolim bei seiner Ansprache. Unter anderem war die Schule selbst bis 2019 auf den neuesten Stand gebracht worden. Insgesamt seien mehr als 12,5 Millionen Euro in die Sanierungen auf dem Areal geflossen. „Ich freue mich sehr, dass wir dem Schul- und Breitensport nun beste Voraussetzungen bieten können“, sagte Jarolim. Er bedankte sich bei allen Beteiligten für ihren Beitrag und die Unterstützung, unter anderem auch beim Gemeinderat.

Knappe Entscheidung für die Sanierung

Dieser gab zwar am Ende grünes Licht für die Sanierung – allerdings ging der Entscheidung eine Diskussion und die Forderung nach Einsparungen voran. Denn die Sanierungskosten für die alte Sporthalle liegen weit über dem, was ursprünglich geplant war. In einer ersten Schätzung 2018 war man von rund 2,3 Millionen Euro ausgegangen. Eigentlich hätten die Arbeiten bereits im Herbst 2023 abgeschlossen sein sollen. Doch Krisen wie die Coronapandemie und der Ukrainekrieg mit ihren Folgen wie Lieferschwierigkeiten und Inflation sowie Personalausfälle und höhere Lohnkosten verzögerten und verteuerten das Projekt. Zudem stellte sich im Planungsverlauf heraus, dass weitere Arbeiten zusätzlich zum ersten Entwurf notwendig waren. Dazu gehörten unter anderem weitere Sicherheits- und Brandschutzvorkehrungen. Am Ende trug der Gemeinderat mehrheitlich den Vorschlag von Verwaltung und Architekten mit. Verschieben ließ sich die Sanierung nicht: Denn den größten Brocken bedeutete die Erneuerung des Daches, dessen Tragkraft infrage stand.

Bürger können Namen für Halle vorschlagen

In die Pläne zur Sanierung wurden die Nutzer mit eingebunden. Diese mussten in der Bauzeit enger zusammenrücken. Entsprechend begeistert zeigten sie sich von den neuen Räumlichkeiten. 13 Schulklassen, Kita-Kinder und schätzungsweise 800 Sportler des ASV sind in der Bauzeit auf die Sporthalle der Schurwaldhalle ausgewichen. Das habe eine engere Abstimmung und mehr Organisation bedeutet, aber gut funktioniert, sagte Schulleiter Jörn Pachner. „Wir haben hier in Aichwald eine sehr gute Ausstattung“, lobt er. Damit hebe sich die Gemeinde von anderen Orten ab. So auch die Erfahrung von Arnold Meßner, Vorstandssprecher des ASV. „Der erste Eindruck ist super“, sagt er zur frisch sanierten Halle. Den Plänen des Vereins, diese ab kommendem Montag zu nutzen, musste Bürgermeister Jarolim aber eine Absage erteilen: Unerwartete kleine Nacharbeiten stünden noch an. So verzögert sich der Betrieb um ein paar Wochen. Nicht geklärt ist zudem, wie die Halle künftig heißen soll. Denn „Alte Sporthalle“, das passe nun nicht mehr, machte Jarolim in seiner Ansprache deutlich. Die Gäste des Einweihungsfestes konnten deswegen Zettel mit Namensvorschlägen in eine Box einwerfen.

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