Nach sechswöchiger Suche in Stuttgart Esslinger hat sein Auto wieder

Von Lena Hummel 

Wer glaubt, ein Auto kann man nicht verlieren, liegt falsch. Dass das möglich ist, hat ein Esslinger bewiesen. Jetzt hat er sein Auto dank tatkräftiger Unterstützung wieder. Sechs Wochen dauerte die Suche.

In welchem Parkhaus der Esslinger sein Auto abgestellt hatte, wusste er später nicht mehr. Es folgte eine sechswöchige Suche (Symbolbild). Foto: Lichtgut/Leif Piechowski
In welchem Parkhaus der Esslinger sein Auto abgestellt hatte, wusste er später nicht mehr. Es folgte eine sechswöchige Suche (Symbolbild). Foto: Lichtgut/Leif Piechowski

Stuttgart - Sechs Wochen hat ein Esslinger, der seinen kompletten Namen nicht nennen will, nach seinem weinroten VW Touran gesucht. Teo, wie er von seinen Freunden genannt wird, hatte den Wagen in einem zentrumsnahen Parkhaus in Stuttgart abgestellt und nicht mehr wiedergefunden. Seit Samstag hat er seinen Wagen wieder. Jugendliche haben ihn gefunden.

Die Leidensgeschichte des Esslingers begann Ende Januar: Er hatte einen Termin mit seinem Vorgesetzten und war spät dran. In Hektik fuhr er ins Parkaus, stellte seinen Wagen ab und hastete los. Nach dem Treffen dann der Schock: Wo steht der Wagen? Auf dem Parkticket gab es keine Hinweise.

Sechs Wochen blieb die Suche nach dem verlorenen Auto erfolglos. Eine Annonce in unserer Zeitung und ein Radioaufruf beim SWR lieferten keine brauchbaren Hinweise. Am Samstag holte sich der Esslinger schließlich Hilfe beim christlichen Zentrum Life. Teo ist Rumäne und selbst Mitglied in der christlich-rumänischen Gemeinde. „Die Jugendlichen sind losgezogen und haben in Gruppen alle Parkhäuser systematisch abgeklappert“, erzählt er. Das sei mühsam und schwierig gewesen, es habe geregnet.

Nachts gearbeitet, tagsüber gesucht

Am Ende hat sich der Aufwand ausgezahlt. In einem Parkhaus in der Nähe des Rathauses fanden die Jugendlichen den roten VW Touran. Der Mann ist froh, dass sein Wagen endlich wieder da ist, denn die Suche sei ganz schön anstrengend gewesen. „Nachts habe ich gearbeitet, tagsüber habe ich immer nach meinem Wagen gesucht. Sechs Wochen lang“, erzählt er. Er habe seine Lektion gelernt.

Das Ganze hatte aber auch etwas Gutes: Ohne Auto war Teo zu Fuß und mit den öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs – umweltfreundlich, wie er selbst feststellt. Für den Termin mit seinem Vorgesetzten hätte er im Übrigen auch die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen können. Wegen des Zeitdrucks wählte er aber das Auto. Eine Entscheidung, die er im Nachhinein bereute. Aber immerhin: Mit einer Parkgebührpauschale von circa 100 Euro ist der Esslinger glimpflich davongekommen.

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