Nach Sperrung des Breitenauer Sees Lage an den Badeseen hat sich entspannt

Aufgrund von etlichen Corona-Verstößen hat man am Breitenauer See im Kreis Heilbronn die Notbremse gezogen: Der See bleibt bis auf Weiteres gesperrt. An den anderen Badeseen in der Region blieb es zuletzt entspannt. Dies könnte sich diese Woche aber ändern.

Etliche Badegäste hatten sich nicht an die Corona-Regeln gehalten. Foto: dpa/Sebastian Gollnow
Etliche Badegäste hatten sich nicht an die Corona-Regeln gehalten. Foto: dpa/Sebastian Gollnow

Stuttgart - Die öffentlichen Appelle an die Einsicht der Badegäste haben – zumindest vorerst – gefruchtet. Die teilweise chaotischen Szenen, die sich am Wochenende zuvor an vielen Badeseen in der Region abgespielt hatten, haben sich an diesem Samstag und Sonntag nicht wiederholt. Die Bilanz der Verantwortlichen fällt überwiegend positiv aus.

Vereinzelt wurden Gäste nach Hause geschickt

Schlagzeilen gemacht hatten zuvor nicht nur die Zustände am Breitenauer See – sondern auch die Konsequenzen, die Löwenstein und Obersulm (Kreis Heilbronn) als die zuständigen Kommunen daraus gezogen hatten. Weil rund 10 000 Besucher den See gestürmt und etliche von ihnen die Corona-Regeln auf das Gröbste missachtet hatten, ist der See seit dem 24. Juli gesperrt.

Zwar seien vereinzelt noch Gäste auch aus dem Stuttgarter Raum gekommen, die man wieder nach Hause habe schicken müssen, berichtet die Löwensteiner Hauptamtsleiterin Carolin Hübner: „Aber insgesamt hat sich das Verbot wohl herumgesprochen.“ Am sommerlichen Samstag habe man lediglich zwei Verstöße zur Anzeige bringen müssen, am Sonntag dann keine mehr. Allerdings, so kündigt Carolin Hübner an, bleibe der Breitenauer See bis auf Weiteres gesperrt.

Befürchtungen vor den kommenden Tagen

Auch die Befürchtungen, dass die am Breitenauer See abgewiesenen Gäste kurzerhand ins nicht allzu ferne Zaberfeld und dort an den beliebten Stausee Ehmetsklinge ausweichen würden, haben sich nicht bewahrheitet. „Es war ein vergleichsweise ruhiges Wochenende“, sagt die Bürgermeisterin Diana Kunz.

In Zaberfeld hatte es am vorvergangenen Wochenende vor allem auf den Zu- und Abfahrten Probleme gegeben. Wegen falsch geparkter Autos hatten Rettungs- und Sicherheitskräfte keine Chance, zum See zu kommen. Die Gemeinde hatte extra einen Sicherheitsdienst engagiert, den Diana Kunz aber am Sonntagmittag wegen des geringen Andrangs wieder nach Hause geschickt hat. „Ich denke, es wird in den nächsten Wochen noch Tage geben, wo wir die Security mehr brauchen werden“, so Diana Kurz.

Hilfreich war das nicht perfekte Badewetter

Ähnliches befürchtet der Bürgermeister von Plüderhausen (Rems-Murr-Kreis), Andreas Schaffer: „Nächstes Wochenende wird es wieder interessant, wenn es so heiß werden soll.“ Am Samstag und Sonntag sei es am Plüderhausener Badesee „vergleichsweise entspannt“ gewesen, weil kein perfektes Badewetter geherrscht hatte. Trotzdem waren im Vorhinein weitere Halteverbotsschilder aufgestellt worden, und es waren Mitarbeiter in Bereitschaft, die die Badegäste auf dem Parkplatz eingewiesen hätten. Dieses Personal sei dann aber nicht nötig gewesen.

Erfreut zeigt sich auch Gerhard Gertitschke, der als Bürgermeister von Neckartailfingen (Kreis Esslingen) nach den unerfreulichen Erfahrungen die Besucherzahl am Aileswasensee auf 1000 Gäste begrenzt hatte. „Lediglich am Samstagnachmittag haben wir ein paar Besucher wieder nach Hause schicken müssen“, erzählt Gertitschke. Diese hätten aber meist mit Verständnis auf die Regelung reagiert.

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