Nach Strache-Skandal Österreich steuert offenbar auf Neuwahl zu

Von red/rtr/dpa 

Nach Informationen mehrerer Nachrichtenagenturen führt der Weg in Österreich nicht an einer Neuwahl vorbei. Die Verhandlungen scheitern offenbar an einer Personalie.

Nach Informationen der Agentur APA steuert Österreich auf Neuwahlen zu. Foto: dpa
Nach Informationen der Agentur APA steuert Österreich auf Neuwahlen zu. Foto: dpa

Wien - Österreich steuert laut einem Bericht der Agentur APA auf Neuwahlen zu. Die Freiheitliche Partei (FPÖ) wolle ihren Innenminister Herbert Kickl nicht opfern, um die Koalition beizubehalten, berichtete die Agentur unter Berufung auf FPÖ-Kreise.

Auch die dpa erfuhr am Samstag aus politischen Kreisen, dass diese Entscheidung praktisch sicher sei. Eine Einigung auf eine Fortsetzung der Koalition sei daran gescheitert, dass die ÖVP von der FPÖ die Absetzung von Herbert Kickl verlangt haben, um ihr ehemaliges Kernressort wieder selbst zu übernehmen. Darauf wollte sich die FPÖ den Angaben zufolge nicht einlassen.

Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) hat ein Statement für den Abend angekündigt. Danach will Bundespräsident Alexander Van der Bellen zur Öffentlichkeit sprechen. Die Regierungskrise war durch ein Video von 2017 ausgelöst worden, das Vizekanzler Heinz-Christian Strache in Misskredit gebracht hat. Strache war am Mittag von allen politischen Ämtern zurückgetreten.