Nach Übernahme durch Vodafone Unitymedia verschwindet endgültig vom Markt

Von red/dpa 

Nach der Übernahme durch Vodafone wird Unitymedia künftig als Marke nicht mehr präsent sein. Der Kabelnetzbetreiber hat rund 7,2 Millionen Kunden in Baden-Württemberg.

Für die Kunden von Unitymedia soll sich außer dem Namen nichts ändern. Foto: dpa/Sebastian Gollnow
Für die Kunden von Unitymedia soll sich außer dem Namen nichts ändern. Foto: dpa/Sebastian Gollnow

Stuttgart - Nach der Übernahme durch Vodafone im vergangenen Jahr verschwindet der Kabelnetzbetreiber Unitymedia nun endgültig vom Markt. Die beiden Unternehmen hatten bereits ihre Angebote gebündelt, künftig wird Unitymedia dann auch als Marke nicht mehr präsent sein, wie Vodafone ankündigte. Für die Kunden soll sich außer dem Namen aber nichts ändern. Unitymedia hat nach eigenen Angaben rund 7,2 Millionen Kunden in Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen und Hessen. Die EU-Kommission hatte die Übernahme 2019 genehmigt.

Ausbau von sehr schnellen Internetverbindungen

Vodafone kündigte am Montag zugleich einen weiteren Ausbau seiner sehr schnellen Internetverbindungen an. Von bislang 200 000 steige die Zahl der Haushalte mit sogenanntem Gigabit-Anschluss im Südwesten auf 2,5 Millionen, sagte Deutschland-Chef Hannes Ametsreiter. Das sei die Hälfte aller Haushalte. Bis Ende des Jahres soll eine weitere knappe Million hinzukommen. Vodafone rüstet dazu in erster Linie sein bestehendes Kabel-Netz auf. Dieses Netz werde aber auch kontinuierlich erweitert, sagte Ametsreiter. Allein im Südwesten investiere Vodafone dafür rund 70 Millionen Euro.

Der auch für Digitales zuständige Innenminister Thomas Strobl (CDU) sprach von einem „großen Wurf“ für Baden-Württemberg. Er sei sicher, dass das Land Mitte des Jahrzehnts vollständig in der Gigabit-Welt angekommen sein werde. 50-Megabit-Anschlüsse, die für den Privatgebrauch aktuell völlig ausreichten, seien derzeit in 90 Prozent aller Südwest-Haushalte verfügbar. Die übrigen zehn Prozent noch zu versorgen, sei aber eine Herausforderung, räumte er ein. „Die sind sehr schwierig und auch sehr teuer“, sagte Strobl.