Nach Unfällen im Kappelbergtunnel Polizei kritisiert Autofahrer

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Eine Spur des Tunnels war am Montagmorgen nach einer Karambolage gesperrt – doch viele Autofahrer missachteten dies. Laut der Polizei wurden dadurch Unfallbeteiligte und Einsatzkräfte gefährdet.

In Fellbach hat es am Montagmorgen gleich mehrfach gekracht (Symbolbild). Foto: Phillip Weingand/StZN
In Fellbach hat es am Montagmorgen gleich mehrfach gekracht (Symbolbild). Foto: Phillip Weingand/StZN

Rems-Murr-Kreis - Mehrere Unfälle im Kappelbergtunnel haben am Montagmorgen im Rems-Murr-Kreis einen langen Stau verursacht. Die Polizei kritisiert in dem Zusammenhang die Fahrweise vieler Autofahrer, die – so eine Pressemitteilung – durch „Unvernunft“ die Unfallbeteiligten sowie Polizisten gefährdet hätten.

Gegen 5.20 Uhr hatte ein unbekannter Autofahrer in Fahrtrichtung Stuttgart, rund 400 Meter hinter dem Tunnel, unvorsichtig die Spur gewechselt. Während die beiden Autofahrer dahinter noch bremsen konnten, gelang dies der Fahrerin eines Mercedes-Geländewagens nicht. Sie fuhr auf einen Skoda auf – danach krachten noch ein Transporter, ein VW Touran und ein Mercedes in die Unfallstelle. Die Geländewagen-Fahrerin und der Skoda-Fahrer wurden leicht verletzt, die Autos mussten abgeschleppt werden. Den Schaden schätzt die Polizei auf 30 000 Euro.

Rote Warnkreuze an der Tunneldecke werden oft nicht beachtet

Im daraus resultierenden Stau prallte kurze Zeit später ein Renault auf einen Mercedes. Wegen der Unfälle musste der Tunnel in Richtung Stuttgart komplett gesperrt werden – als die Unfallstelle geräumt war, wurde eine Spur wieder freigegeben. Laut der Polizei hielten sich viele Fahrer jedoch nicht an die einseitige Sperrung. Sie ignorierten laut einem Sprecher die roten Warnkreuze, die in solchen Fällen an der Tunneldecke aufleuchten. „Wir mussten deswegen den Tunnel bis etwa 8 Uhr wieder komplett sperren“, so der Sprecher.

Die Polizei bittet nun insbesondere Zeugen des ersten Unfalls, sich unter der Nummer 07 11/5 77 20 zu melden.