Nach United-Vorfall Passagier bereitet Klage gegen Airline vor

Von red/dpa 

Der Mann, der aus einem überbuchten Flugzeug von United Airlines gewaltsam entfernt wurde, bereitet eine Klage gegen die Fluglinie vor. Der Betroffene hat sich einen bekannten Anwalt dafür genommen.

Nach dem Vorfall kam es in sozialen Netzwerken zu Boykott-Aufrufen gegenüber United-Airlines sowie zu Protesten. Foto: Chicago Tribune
Nach dem Vorfall kam es in sozialen Netzwerken zu Boykott-Aufrufen gegenüber United-Airlines sowie zu Protesten. Foto: Chicago Tribune

Chicago - Der gewaltsam aus einem Flugzeug von United Airlines entfernte Passagier hat Medienberichten zufolge erste Schritte für eine Klage gegen die US-Fluglinie einleiten lassen. Ein Anwalt des Mannes beantragte vor einem Bezirksgericht im US-Staat Illinois die Sicherung aller Videos über den Vorfall sowie aller relevanten Dokumente, wie die US-Zeitung „Chicago Tribune“ am Mittwoch (Ortszeit) berichtete. Dies umfasse auch Cockpit-Aufzeichnungen sowie Personalakten der Mitarbeiter der zuständigen Luftfahrtbehörde, die den Mann aus dem Flugzeug holten.

United hatte am Sonntagabend auf dem internationalen Flughafen von Chicago den Mann aus der Kabine zerren lassen, weil das Flugzeug überbucht war und er trotz Aufforderung nicht von Bord gehen wollte. Videos zeigen, wie ihn Sicherheitsleute über den Boden des Kabinengangs zum vorderen Ausgang des Flugzeugs schleifen. Dies hatte weltweit Empörung ausgelöst.

Der Passagier nahm sich der Zeitung zufolge den bekannten Anwalt Thomas Demetrio, der bereits mehrere große Vergleiche für seine Klienten habe erzielen können. Nach Kritik auch am Krisenmanagement der Airline sowie Boykott-Aufrufen in sozialen Netzwerken hatte sich United-Vorstandschef Oscar Munoz in aller Form für den Vorfall entschuldigt.




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