Nach Unwetter in Stuttgart und Region Strobl und Nopper danken Rettungskräften für Einsatz

Innenminister Thomas Strobl (l.) und Stuttgarts Oberbürgermeister Frank Nopper bedankten sich bei Vertretern von der Feuerwehr, des Technischem Hilfswerks und der Polizei. Foto: Lichtgut/Max Kovalenko
Innenminister Thomas Strobl (l.) und Stuttgarts Oberbürgermeister Frank Nopper bedankten sich bei Vertretern von der Feuerwehr, des Technischem Hilfswerks und der Polizei. Foto: Lichtgut/Max Kovalenko

Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl und Stuttgarts Oberbürgermeister Frank Nopper haben vor dem Opernhaus den Rettungskräften für ihren unablässigen Einsatz während der Unwetter gedankt.

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Stuttgart - Die grün-rostig gefalteten Formen erinnern an die gequetschten Metallskulpturen von John Chamberlain. Aber es sind Teile des Kupferdachs der Stuttgarter Oper, die da zwischen umgekippten Bäumen liegen. Zeugen des Montagabends, als ein Unwetter dem Littmannbau hart zusetzte, das Dach beschädigte und eine Eugen-Kiemlen-Figur auf dem Portikus köpfte. Seit über einer Woche ziehen Stürme durch die Region und fordern die Einsatzkräfte über das übliche Maß hinaus, die wegen witterungsbedingter Verkehrsunfälle, umgestürzter Bäume, überfluteter Straßen und vollgelaufener Keller ausrückten und es noch tun.

Dafür hat sich Innenminister Thomas Strobl bei Vertretern der Freiwilligen und Berufsfeuerwehr, des Technischem Hilfswerks und der Polizei vor dem Opernhaus mit Schokoladentäfelchen im laufenden Meter „eines Herstellers aus dem Land“ bedankt – zusammen mit Stuttgarts Oberbürgermeister Frank Nopper. Über 550 Einsätze habe es allein in der Landeshauptstadt gegeben, sagte er, während der Minister betonte: „Wenn du nicht mehr aus den nassen Gummistiefeln herauskommst, dann geht es an die Substanz und an die Psyche.“ Es gäbe eine „neue Lage“, die auch dem Klimawandel geschuldet sei. „Wir dürfen nicht wegsehen. Wir haben zwar Wettervorhersagen, aber die Ereignisse sind nun punktueller, lokaler. Wir müssen uns einstellen auf Starkregenereignisse mit über 80 Liter pro Quadratmeter über den Tag hinweg oder fünf Zentimeter große Hagelkörner.“

Einsatzkräfte stark gefordert

Rund 5000 Einsatzkräfte seien landesweit im Einsatz gewesen, die Notrufe enorm belastet. „Aber es hat auch gezeigt, dass unser Rettungswesen funktioniert, wie gut Haupt- und Ehrenamtliche Hand in Hand arbeiten.“ Das gehe nur, wenn die Einsatzkräfte gut ausgestattet seien und der Katastrophenschutz weitergeschrieben werde, so Strobl, zum „obersten Katastrophenschützer“ im Innenministerium „Professor Hermann Schröder“ nickend. Anwesenden Landtagsabgeordneten indes legte er ans Herz, bei den Beratungen des Haushalts 2022 die Finanzen für den Bereich entsprechend zu bedenken.

Für die Wertschätzung und Ausstattung bedankte sich Markus Heber, Stellvertretender Amtsleiter der Branddirektion Stuttgart, im Namen aller, bevor Vertreter der Integrierten Leitstelle, der Freiwilligen Feuerwehr, des THW und der Pressestelle, die Montagnacht schilderten: Lagen priorisieren, kommunizieren, sichern, löschen, auspumpen, aus der Oper und dem Schauspiel Zuschauende dirigieren. Dazu seien noch die üblichen Notrufe wie Unfälle oder Herzinfarkte eingegangen. „Menschenleben sind oberste Priorität, wir halten stets zusätzlich eine Grundeinheit vor“, so Heber. „Es kamen zum Glück keine Menschen zu Schaden.“ Insgesamt seien in Stuttgart 1200 Ehrenamtliche und 500 Hauptamtliche im Einsatz gewesen.




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