Nach US-Wahl Donald Trump reagiert auf Schreiben der New York Times

Von red/dpa 

Nachdem die renommierte US-Zeitung New York Times ein Schreiben an ihre Leser veröffentlicht hat, reagiert prompt Donald Trump. Die Zeitung habe ein Schuldeingeständnis in Sachen unsauberer Berichtersattung über ihn abgeliefert, so der künftige Präsident.

Donald Trump freut sich: In seinen Augen hat die New York Times ein Schuldeingeständis abgeliefert. Foto: AFP
Donald Trump freut sich: In seinen Augen hat die New York Times ein Schuldeingeständis abgeliefert. Foto: AFP

New York - Nach seinem Wahlsieg bei der US-Präsidentenwahl legt sich Donald Trump mit einer der renommiertesten Zeitungen der Welt an:

„Die New York Times verliert Tausende Abonnenten aufgrund ihrer unzureichenden und höchst ungenauen Berichterstattung über das „Phänomen Trump““, schrieb der Republikaner am Sonntag in einer Twitter-Nachricht.

Er bezog sich auf einen Brief von „New York Times“-Herausgeber Arthur O. Sulzberger Jr., den das Blatt am Samstag per E-Mail an seine Abonnenten verschickt hatte. Mit der gleichen Versicherung, unparteiisch und fair über den künftigen US-Präsidenten zu berichten, wandte sich Sulzberger am Sonntag auch in der Zeitung an die Leser.

„Die @nytimes hat sich in einem Brief an die Abonnenten für die MISERABLE Berichterstattung über mich entschuldigt“, tweetete Trump weiter. „Ich frage, ob sich etwas ändern wird - bezweifel es?“, fuhr Trump fort.

Das renommierte Blatt hatte sich schon während der Vorwahlen hinter Hillary Clinton und gegen ihren parteiintern Rivalen Bernie Sanders gestellt und die Demokratin auch beim Duell mit dem Republikaner Trump zur Favoritin erklärt. Die konservative „New York Post“ erklärte Sulzbergers Mail umgehend zu einem „Schuldbekenntnis“ einseitiger und parteiischer Berichterstattung.

In dem Schreiben, das auch von „New York Times“-Chefredakteur Dean Baquet unterzeichnet ist, heißt es unter anderem: „Hat der unkonventionelle Stil von Donald Trump uns und andere Medien dazu verführt, seine Unterstützung durch amerikanische Wähler zu unterschätzen?“ Man wolle sich nun „auf die fundamentale Mission des Times-Journalismus zurückbesinnen“. Dazu gehöre es, ehrlich und ohne Bevorzugung über Amerika und die Welt zu berichten.




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