Nach Verweigerung der Lizenz für die DEL 2 Bietigheim Steelers ziehen vors Schiedsgericht

Von Jürgen Kemmner 

Am 1. Juli verweigerte die DEL 2 dem Eishockey-Zweitligisten Bietigheim Steelers die Lizenz für die neue Saison. Der Club fühlt sich unfair behandelt und hat nun Klage gegen die Entscheidung eingereicht.

Die Steelers (im Foto Matt McKnight/li.) bangen um den Start in der kommenden Saison in der DEL 2. Foto: Baumann/Julia Rahn
Die Steelers (im Foto Matt McKnight/li.) bangen um den Start in der kommenden Saison in der DEL 2. Foto: Baumann/Julia Rahn

Bietigheim-Bissingen - Dieser Schritt war erwartet worden, nun haben ihn die Bietigheim Steelers vollzogen. Der Eishockey-Zweitligist hat beim Schiedsgericht der Deutschen Eishockey Liga (DEL) Schiedsklage gegen die Lizenzverweigerung eingelegt. Die Steelers hatten vergangene Woche keine Lizenz für die kommende Saison in der DEL 2 erhalten. Zwar konnte der Club die geforderten Patronate über 250 000 Euro sowie Bürgschaften über 300 000 Euro einreichen, dem Lizenzgeber fehlten noch 200 000 Euro Kapital (oder Darlehen mit Rangrücktritt). Das Problem sind die Altlasten, die in den erfolgreichen Jahren unter Trainer Kevin Gaudet angehäuft worden sind – von den 1,3 Millionen Euro Schulden konnten die Steelers bereits die Hälfte tilgen. Der letzte Jahresabschluss wies einen Gewinn von 2600 Euro aus.

Die Bietigheimer hatten im Mai fristgerecht die Lizenzunterlagen für die DEL eingereicht. Dies hatten außerdem die Löwen Frankfurt und die Kassel Huskies getan. Nach der kommenden Spielzeit gibt es zum ersten Mal seit 2006 wieder einen sportlichen Auf- und Abstieg zwischen der DEL und der DEL 2. Mit einem Abschluss des Verfahrens sei Anfang August zu rechnen, teilte die DEL 2 mit.

Unsere Empfehlung für Sie