Nachfolge von Lang und Nouripour Wer könnte die Grünen führen?

Franziska Brantner gilt als mögliche neue Grünen-Chefin. Foto: IMAGO/Future Image

Die Nachfolge von Ricarda Lang und Omid Nouripour als Vorsitzende der Grünen ist noch offen. Drei Namen werden besonders hoch gehandelt. Zwei der möglichen Kandidatinnen und Kandidaten haben einen engen Bezug zu Baden-Württemberg.

Politik/ Baden-Württemberg: Christian Gottschalk (cgo)

Die Grünen brauchen eine neue Parteispitze. Die Vorsitzenden Ricarda Lang und Omid Nouripour haben ihren Rücktritt angekündigt. Doch wer kommt für die Nachfolge von Lang und Nouripour in Frage? Das sind die drei derzeit am häufigsten genannten Namen für die Nachfolge von Lang und Nouripour.

 

Franziska Brantner

Brantner gilt als enge Vertraute von Robert Habeck. Foto: Lichtgut/Julian Rettig

Die Staatssekretärin im Wirtschaftsministerium von Robert Habeck ist ein Kind des Südwestens – ganz tief aus dem Südwesten sogar. 1979 im südbadischen Lörrach geboren wuchs sie in Neuenburg am Rhein auf und machte ihr Abitur am deutsch-französischen Gymnasium in Freiburg.

Brandtner gilt als eine der engsten Vertrauten des Grünen-Wirtschaftsministers, ein pragmatischer Kurs ist ihr lieber als das Gendern. Brantner sitzt für die Region Heidelberg im Bundestag und hat ein Kind mit dem Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer.

Felix Banaszak

Ein Mann des Ruhrgebiets: Felix Banaszak Foto: dpa/Christoph Soeder

Der 34 Jahre alte Bundestagsabgeordnete kommt aus Duisburg, er stand mal an der Spitze der Grünen Jugend und führte einst den Landesverband NRW– gemeinsam mit Mona Neubaur, die wiederum als Vertraute von Habeck gilt.

Banaszak selbst wird dem eher linken Flügel der Partei zugeordnet, mit einem Hang zu den Realos. Die Nöte der Schwerindustrie an der Ruhr sind eines seiner Themen. Unter ihm hat es die Partei in NRW 2022 zum besten Ergebnis ihrer Geschichte geschafft. 18,2 Prozent – und den Einzug in die Regierung.

Andreas Audretsch

In Stuttgart geboren: Andreas Audretsch Foto: Imago//Frederic Kern

Der Fraktionsvize ist vor 40 Jahren in Stuttgart geboren, lebt aber seit nahezu 20 Jahren in Berlin und vertritt den Wahlkreis Neukölln. Audretsch wird dem linken Flügel der Partei zugeordnet. Anfang des Monats ging er den CDU-Vorsitzenden Friedrich Merz und dessen wirtschaftspolitische Vorstellungen hart an. Merz habe dem Automobilstandort Deutschland schweren Schaden zugefügt.

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