Nachgefragt bei Alexander Reil „Wir sind gewappnet“

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Im Interview erklärt der Clubvorsitzende Alexander Reil, warum er die Ludwigsburger Basketballer in einem Wildcard-Verfahren gut vorbereitet sieht.

Sport: Joachim Klumpp (ump)
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Stuttgart – Nachdem der Zweitligaaufsteiger Düsseldorf auch vor dem Schiedsgericht des Verbandes abgeblitzt ist, hofft der sportlich abgestiegene Basketball-Bundesligist Neckar Riesen Ludwigsburg und dessen Vorsitzender Alexander Reil jetzt auf ein Nachrückverfahren über eine Wildcard.
Herr Reil, wie erleichtert sind Sie denn, dass seit Freitagabend feststeht, dass Düsseldorf keine Lizenz bekommt – und nun in der Bundesliga der freie Platz wahrscheinlich durch eine Wildcard vergeben wird?
Wichtig ist zunächst einmal, dass jetzt ein Punkt erreicht ist, an dem man sagen kann, es wird sich relativ schnell entscheiden, ob ein Wildcard-Verfahren eingeleitet wird.

Nachdem die Basketball-Bundesliga BBL den Spielplan bereits mit 18 Mannschaften veröffentlicht hat, kann man aber davon ausgehen?
Das muss noch nichts heißen.

Aber der Verein wäre gewappnet?
Dass sehen wir so. Aber man muss natürlich auch abwarten, ob und wer sich nach dieser Entscheidung sonst noch bewirbt.

Und Sie hätten auch kein schlechtes Gewissen, den freien Bundesligaplatz über eine Wildcard einzunehmen?
Warum? Wir waren 17. in der BBL und wenn es dann aus der zweiten Liga keine zwei Aufsteiger gibt, ist es ja legitim die Chance zu nutzen, vorausgesetzt, die wirtschaftlichen Bedingungen sind gegeben – und das ist bei uns der Fall.

Zumal es in der zweiten Liga keine Garantie für einen sofortigen Wiederaufstieg gäbe?
Ich denke, man kann in der Pro A – unter optimalen Bedingungen – sicher ein Jahr überleben, was die Strukturen und das Budget angeht, länger aber nicht. Und dann mus man abwägen, wie hoch das Risiko ist, nicht auf Anhieb aufzusteigen.

Am 2. Juli will die BBL eine Entscheidung fällen in Sachen Wildcard-Vergabe. Reicht das noch, um einen wettbewerbsfähigen Kader auf die Beine zu stellen?
Das hoffen wir – es ist in erster Linie natürlich die Aufgabe der Trainer. Die hatten bei ihren Planungen bisher ja das Problem, dass man nichts wusste. Jetzt kennt man zumindest mal 50 Prozent – und muss schauen, was weiter passiert.

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