Nachhaltiger Neubau für Kita in Böblingen Platz für bis zu 100 Kindergartenkinder

So könnte das Zentrum am Murkenbach aussehen. Foto: Archiplan Architekten GmbH

Ab 2027 sollen im Zentrum am Murkenbach knapp hundert Kinder betreut werden. Jetzt wurde das Böblinger Architekturbüro Archiplan beauftragt. Neben dem Platzmangel beschäftigt aber auch der Personalmangel die Verwaltung: 27 Stellen sind derzeit unbesetzt.

Familie, Zusammenleben und Bildung: Julika Wolf (jwo)

Die Firma Archiplan Architekten wird das Zentrum am Murkenbach planen. Das hat der Böblinger Gemeinderat in der vergangenen Woche beschlossen. Damit hat ein Architekturbüro aus Böblingen die Ausschreibung für sich entschieden, wie Oberbürgermeister Stefan Belz betonte.

 

Das Zentrum am Murkenbach soll Böblingens Probleme in der Kinderbetreuung lindern. Denn aufgrund steigender Kinderzahlen braucht es in der Stadt immer mehr Kindergarten- und Kitaplätze. Das Zentrum am Murkenbach soll eine Kindertagesstätte mit fünf Gruppen und Räumlichkeiten für einen Stadtteiltreff und zwei Spielgruppen beherbergen. Knapp hundert Kinder sollen laut Verwaltung dort betreut werden.

27 Betreuungskräfte fehlen in Böblingen

Gute Nachrichten also für die Böblinger Kita-Kinder und deren Eltern. Wobei davon auszugehen ist, dass der Personalmangel die viel größere Herausforderung ist als der Platzmangel: Derzeit fehlen der Stadt 27 Vollzeit-Betreuungskräfte. Und das ist schon ganz gut – noch im April hatte die Stadt mitgeteilt, sie müsse konstant mit etwa fünfzig offenen Stellen umgehen.

Kosten soll das Zentrum am Murkenbach, für das die Stadt das Grundstück der evangelischen Gesamtkirchengemeinde Böblingen erworben hat, am Ende rund zehn Millionen Euro. Das Büro Archiplan Architekten wird zunächst für knapp 600 000 Euro angeheuert, um das Ganze zu planen. Die Beauftragung erfolgt stufenweise. Das heißt, bevor das Gebäude tatsächlich gebaut wird, hat der Gemeinderat noch mal ein Wörtchen mitzureden: Laut aktuellem Plan soll der Bau in etwa einem Jahr noch einmal explizit beschlossen werden. Dann sollen auch die genauen Kosten vorgelegt werden.

Das Besondere am geplanten Neubau ist die nachhaltige Gestaltung: So soll das Zentrum am Murkenbach im Betrieb CO2-neutral sein, ressourcenschonend in einem Holzhybridbau erstellt werden – wie auch das Gymnasium Stockbrünnele bereits gebaut wird– und auf den Dachterrassen begrünt werden. Auch eine Photovoltaikanlage ist vorgesehen. Läuft alles glatt, könnten die Bauarbeiten Anfang des Jahres 2025 beginnen, zwei Jahre später könnten die ersten Kinder in der Kita herumhüpfen.

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