Nachhaltigkeit bei Ritter Sport Erstmals gibt es eine Schokolade ohne Plastikfolie

Von Caroline Holowiecki 

Ritter Sport versucht etwas Neues. Der Schokoladenhersteller aus Waldenbuch testet seine erste plastikfreie Verpackung. Die Zartbittersorte ist mit gelbem Papier verpackt. Doch die Kunden sind geteilter Meinung.

Der Prototyp: eine Zartbittersorte in einem gelben Papier-Mantel gekleidet. Foto: Caroline Holowiecki
Der Prototyp: eine Zartbittersorte in einem gelben Papier-Mantel gekleidet. Foto: Caroline Holowiecki

Waldenbuch - Ritter Sport hat ein neues Produkt herausgebracht. Diesmal tut sich die Schokolade aber nicht durchs Innenleben hervor, sondern durchs Außenrum. Die Waldenbucher Firmen hat ihren ersten „in Papier“-Prototypen vorgestellt. Bislang gibt es die quadratischen Tafeln nur in einer Plastikfolie, nun hat das Unternehmen „einen großen Schritt Richtung Papier gewagt“, wie es in einem hauseigenen Blog heißt, und eine Zartbittersorte in einen gelben Papier-Mantel gekleidet.

Dahinter steckt der Wunsch nach mehr Nachhaltigkeit, erklärt Petra Fix, eine Sprecherin. Die bisherige Einstoffverpackung aus Polypropylen sei zwar recycelbar, doch im Ausland etwa funktioniere das Wertstoffsystem oftmals nicht gut. An einer umweltfreundlichen Alternative werde schon seit geraumer Zeit getüftelt. Dass ein erster Entwurf der Papier-Verpackung gerade jetzt fertig sei, passe gut in die Zeit. „Ich bin fest davon überzeugt, dass die Leute offener sind“, sagt Petra Fix.

Lob bei Instagram

Tatsächlich scheint der Süßwarenhersteller mit seiner Innovation einen Nerv zu treffen. Von den Kommentatoren des Blogs und auch bei Instagram erntet Ritter Sport viel Lob. „Ein toller Schritt in die richtige Richtung. Vorbildlich“, schreibt eine Frau. „Schoki hat ja auch einen gewissen Fettanteil. Deshalb ist bei anderen Schokis die Alufolie dabei. Dicht sollte die Verpackung ja auch noch sein“, mahnt indes eine andere.

Laut Petra Fix ist dies tatsächlich „das ultimative Problem“. Gelöst habe man es mit einem neu entwickelten Spezialpapier. Was genau so speziell daran ist, verrät sie nicht. „Da muss noch viel Arbeit reingesteckt werden“, sagt sie. Nur so viel: Es könne getrost ins Altpapier wandern, und „der Knickpack geht nicht verloren“.

Zu kaufen gibt es die Tafel noch nicht

Im Einzelhandel gibt es das neue Produkt noch nicht. Bis zum 26. Januar kann man sich auf dem Firmen-Blog als Tester bewerben, zudem kann man die Prototypen seit diesem Freitag im Firmenshop in Waldenbuch sowie im Flagship-Store in Berlin kaufen. Doch die Auflage ist limitiert. Laut Petra Fix wurden nur etwa 1500 Schokoladen im Papier hergestellt. Ein QR-Code auf der Verpackung führt zu einer Befragung. Ziel: erste Reaktionen vom Kunden einholen. Verbraucher sind bekanntermaßen Gewohnheitstiere. Petra Fix erklärt: „Das Druckbild ist anders, es fühlt sich anders an. Die Kunden haben eine Erwartungshaltung, und der wollen wir gerecht werden.“




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