Alte Speisefette als Biodiesel oder Pflanzenkohle im Beton: Viele Rohstoffe lassen sich wiederverwenden. Stuttgart hat nun als erste Kommune im deutschsprachigen Raum eine eigene Bioökonomie-Strategie. Was bedeutet das konkret?

Klima und Nachhaltigkeit: Julia Bosch (jub)

Den Begriff „Abfall“ sollte man eigentlich vermeiden, findet Max Schuchardt. Der Projektleiter der Stuttgarter Bioökonomie-Strategie bevorzugt das Wort „Rohstoff“. Und von denen würden aus Stuttgart noch viele exportiert. Dabei könnte man viele intelligenter nutzen, meint Schuchardt. Etwa Speisefette, Altöle oder auch Phosphor und Stickstoff. Aus alten Ölen, die beim Kochen anfallen und die oft im Abfluss landen, lässt sich beispielsweise Biodiesel herstellen. Und aus Phosphor, das Menschen über die Toilette ausscheiden, kann man Mineraldünger machen.