Marbach Trauer um VfB-Oma Inge – Fan-Unikat, wie es sich ein Verein nur wünschen kann

, aktualisiert am 28.06.2024 - 08:46 Uhr
Immer wieder beim VfB-Training mit dabei: Ingeborg Stiegler. Foto: Archiv (Baumann)

Ingeborg Stiegler aus Marbach war ein Fan-Unikat, präsent im Stadion und Sammlerin von Devotionalien. Vergangenen Freitag ist sie gestorben.

Ludwigsburg: Sandra Lesacher (sl)

Sie war ein herzliches Unikat, nicht zu übersehen, bekannt wie der sprichwörtliche bunte Hund – und der VfB  Stuttgart ihre ganz große Liebe: Ingeborg Stiegler, auch bekannt als Oma Inge. Vergangenen Freitag ist die Marbacherin im Alter von 86 Jahren gestorben.

 

Block 36 c, Reihe 36, Platz 19 war zuletzt ihr Stammplatz im Stadion. Davor stand sie jahrelang im A-Block. Über ihre Enkelkinder war Ingeborg Stiegler einst zum VfB gekommen. Und sie wurde zu einem Fan-Unikat, wie es sich ein Verein nur wünschen kann. Denn Oma Inge ging mit ihren Jungs aus Cannstatt in all den Jahren durch dick und dünn, sie jubelte und trauerte mit dem VfB  Stuttgart. Beim Abstieg jammerte sie: „Oh, was macht mein VfB.“ Beim Aufstieg wiederum frohlockte sie: „Da wär ich fast überg’schnappt vor Freud.“

Ingeborg Stiegler war im Stadion und auf dem Weg dorthin nicht zu übersehen. Mal trug sie das eigens von ihrer Tochter genähte VfB-Dirndl, mal allerlei Fan-Utensilien samt ihrem „Oma-Inge-Trikot“. Sie wurde zu einer kleinen Berühmtheit in der Fan-Szene.

Daheim in Marbach, in ihrem Haus in der Schubartstraße, war der rote Brustring überall verankert, VfB-Devotionalien, wohin das Auge blickt. Und Autogrammkarten von ihren Lieblingen und Fotos über Fotos – von Fahrten zu Heimspielen oder von ihren vielen Besuchen beim Training der VfB-Profis, wo sie durchaus auch mal den Trainern die Meinung zurief.

Die Champions-League-Auftritte ihres Herzensclubs wird Ingeborg Stiegler nun nicht mehr sehen können. Aber sie wäre ganz sicher stolz auf ihren VfB.

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