Nachruf Vermittlerin zwischen Kornwestheim und England: Annegret Evans ist tot

Annegret Evans ist tot. Foto: privat/Archiv Evans

Mit 84 Jahren ist die Frau gestorben, die den Stein der Partnerschaft zwischen Kornwestheim (Kreis Ludwigsburg) und dem südenglischen District Eastleigh ins Rollen brachte.

Ludwigsburg: Anne Rheingans (afu)

Annegret Evans ist tot. Die gebürtige Kornwestheimerin ist vor wenigen Wochen im Alter von 84 Jahren gestorben. In der Salamanderstadt hat die Nachricht bei vielen Betroffenheit ausgelöst. Die Sängerlust trauert um ihr Ehrenmitglied.

 

Annegret Evans gilt als Mitbegründerin der Partnerschaft zwischen der Stadt Kornwestheim und dem District Eastleigh im Süden Englands. Sie hatte sich als junge Frau in einen Engländer verliebt, war für ihn auf die britische Insel gezogen und hatte ihn geheiratet. Doch ihrer schwäbischen Heimat blieb Evans dennoch immer sehr verbunden. Sie brachte den Stein ins Rollen und knüpfte erste Verbindungen zwischen beiden Regionen.

In einem Brief wandte sie sich 1976 an Kornwestheims Kulturamtsleiter Peter Keim und initiierte den Austausch zwischen der Sängerlust und einem Chor aus Eastleigh. Dem Engagement Evans ist es zu verdanken, dass in den Folgejahren etliche dauerhafte Freundschaften und Kontakte zwischen Vereinen und Privatpersonen entstanden sind.

Bürgermeisterin Martina Koch-Haßdenteufel würdigt Evans als „warmherzige und immer freundliche Person“. Sie werde auch für ihren unermüdlichen Einsatz um die Städtepartnerschaft in Erinnerung bleiben. „Durch ihre jahrelange, aufopferungsvolle Arbeit hat sie unzählige Menschen zusammengebracht und so das gegenseitige Verständnis sowie das Zusammengehörigkeitsgefühl zwischen den beiden Stadtgesellschaften gestärkt“, schreibt die Bürgermeisterin. Ihr besonderes Engagement betont auch der Verein Sängerlust. „Wir sind dankbar für die langen Jahre tiefer Freundschaft“, heißt es zudem in einer Trauerannonce.

Ob zum Brexit oder anderen Themen: Evans verstand sich als Vermittlerin beider Regionen und stand auch unserer Zeitung gerne als kompetente, geschätzte und hilfsbereite Ansprechpartnerin zur Verfügung.

Bis zu ihrem Tod lebte Evans in Romsey, einem Ort nahe des Districts Eastleigh. Dort wurde sie kürzlich beigesetzt. Sie hinterlässt – neben ihrem Mann Brian – einen Sohn, eine Tochter und drei Enkelkinder.

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