Nachtkritik von den Jazz Open Mit Jan Delay ist gut zu tanzen

Hat immer wieder auch das Publikum in seine Show eingebunden: Jan Delay bei seinem Auftritt bei den Jazz Open auf dem Schlossplatz. Foto: Opus/Reiner Pfisterer 13 Bilder
Hat immer wieder auch das Publikum in seine Show eingebunden: Jan Delay bei seinem Auftritt bei den Jazz Open auf dem Schlossplatz. Foto: Opus/Reiner Pfisterer

Wenn der Jazz-Begriff zum Running Gag wird: Jan Delay hat sich bei seinem Konzert auf dem Schlossplatz bei den Jazz Open an allen Spielarten der Popmusik bedient, schreibt unser Musikredakteur Jan-Ulrich Welke.

Stuttgart - Auch der zweite Abend des Jazz-Open-Festivals auf dem Schlossplatz war am Donnerstagabend ausverkauft. Diesmal war es Jan Delay, der mit seiner Band Disko Nr. 1 insgesamt 6500 Besucher locken konnte. Dem Sänger aus Hamburg war es eine ganz besondere Freude, mit dem Jazzbegriff zu kokettieren – er baute ihn als Running Gag in sein ganzes Konzert ein. Aber zu Recht: denn so viele Spielarten der Jazz hat, so viele hat auch die Popmusik. Und Jan Delay bedient sich munter aus allen von ihnen. Das hat auf dem Schlossplatz sehr viel Spaß gemacht, aber es ist vor allen Dingen von seiner vielköpfigen Band auch sehr gut in Szene gesetzt worden.

In allen künstlerischen Gärtchen gewildert

Die Höhepunkte der Show waren zum einen Jan Delays Hits wie „Hammerhart“ oder „Oh Jonny“, zum anderen sein fantasievoll gestalteter Zugabenblock, bei dem von Lenny Kravitz über die Beastie Boys bis hin zu Blur noch einmal in allen künstlerischen Gärtchen gewildert wurde. „Denn im Großen und im Ganzen / haben wir allen Grund zu tanzen“ sang Jan Delay da zum Abschluss – aber wie man mal ganz anders als gewohnt zu Musik mitgehen kann, hat er zuvor so launig wie überraschend vorgeführt.




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