Nachtleben in Stuttgart Der Keller Klub schließt – jetzt wirklich

Eine Ära endet – Ende Januar öffnet der Keller Klub das allerletzte Mal die Pforten. Foto: Lichtgut/Max Kovalenko
Eine Ära endet – Ende Januar öffnet der Keller Klub das allerletzte Mal die Pforten. Foto: Lichtgut/Max Kovalenko

Aufgrund des drohenden Gebäudeabrisses war klar, dass es den Keller Klub in Stuttgart nicht ewig geben wird. Jetzt verkünden die Betreiber, dass schon früher Schluss ist, als manche Nachtschwärmer vielleicht erwartet hätten.

Digital Unit : Sascha Maier (sma)
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Stuttgart - Ende Januar erklingt im Keller Klub der Schlussakkord. Am letzten Januarwochenende wird dort am Rotebühlplatz ein letztes Mal das Tanzbein geschwungen, teilten die Betreiber jetzt mit. Der letzte Akt einer Stuttgarter Institution, die das Nachtleben fast 13 Jahre lang bereichert hatte und über deren Ende seit mehr als einem Jahr gesprochen wird. Am 25. Januar heißt es: Abrissparty.

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Wie genau die aussehen soll, will der Clubbetreiber Miha Ivankovic noch nicht verraten. „Das Ziel war, so lange wie möglich dazubleiben“, sagt er. Um eine neue Location für den Keller Klub macht er sich derzeit noch keinen Kopf. „Jetzt geht es erst mal um den Abbau der Einrichtung und die Demontage der Technik“, sagt Ivankovic. Es sei stressig genug gewesen, eineinhalb Jahre mit der Ungewissheit gekämpft zu haben.

Die Hoffnungen zerstoben

Tatsächlich war es ein langes Hin und Her mit dem Keller Klub. Dass das marode Gebäude nicht saniert werden würde, stand bereits Ende 2018 fest. Der Pachtverstag endete eigentlich im Juni 2019 – doch auch dann war nicht Schluss, der Vermieter verlängerte. Dann hieß es, die Party-Ära sei zum Jahresende vorbei. Die vergangene Silvesterparty unter dem Motto „Totgeglaubte leben länger“ weckte womöglich Hoffnungen, die jetzt aber tatsächlich zerstoben sein dürften.

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Wann die Bagger anrollen, ist noch unklar. Allerdings liegt der Stadt ein Bauantrag vor, laut dem Grundstückeigentümer die Errichtung eines Geschäftsgebäudes mit Verkauf, Gastro und einem Boardinghaus mit 79 Apartments planen. Nach wilden Partys im Untergeschoss klingt das nicht wirklich.




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