Seit Sonntag ist Schluss. Vereinzelt noch anstehende Pokal-, Aufstiegs- und Relegationsspiele einmal ausgeklammert, befindet der Amateurfußball sich in der Sommerpause. Doch ist nach der Saison bekanntlich vor der Saison. Und im Hinblick darauf war diesmal eines von vornherein klar: nämlich dass auf Spieler, Funktionäre und Fans beim Programmieren ihrer Navis ungewohnte zusätzliche Arbeit zukommen wird. Denn es warten von August an deutlich mehr neue Gegner und damit auch mehr neue Auswärtsfahrten als sonst. Neben der durch Auf- und Abstiege üblichen Fluktuation in den Teilnehmerfeldern wirkt sich heuer die württembergische Gebietsreform aus. So etwa werden in den Landesliga-Staffeln und teils auch Bezirksligen die Starterlisten gehörig durcheinander gewirbelt. Für die dortigen Mannschaften handelt es sich um den größten Umbruch seit 46 Jahren, als damals die Spielklassen in ihrer heutigen Form Premiere feierten.
Was aber heißt das nun konkret? Wer spielt eigentlich fortan gegen wen? Wir geben an dieser Stelle von der Ober- bis zur neuen Bezirksliga Stuttgart/Böblingen die Antworten. Dabei ist Böblingen für die hiesige Stuttgart/Filder-Region schon das passende Stichwort. Eben um die Qualifikanten aus dem Kreis Böblingen wird die bisherige Stuttgarter Bezirksliga erweitert – während in der Landesliga-Staffel 2 jene die Donau/Iller-Mitstreiter ersetzen. Letztere wiederum wechseln ihrerseits in die Staffel 4.
Zehn von 15 Gegnern neu?
Für den MTV Stuttgart beispielsweise bedeutet dies: Von den 15 Kontrahenten, mit denen er sich in der aktuellen Runde gemessen hat, werden womöglich nur noch fünf die gleichen sein. Statt nach Ulm, Blaubeuren und Buch führen die neuen Wege nach Ehningen, Darmsheim und Sindelfingen. Von Aufsteigerseite kommt derweil ein interessantes Derby hinzu: Zwischen den Stadien des TSV Bernhausen und des FV Neuhausen liegen gerade einmal gut fünf Kilometer – dies dann auch ohne Navi machbar.
Noch sind nicht alle Entscheidungen gefallen. Wie bereits erwähnt: Stichwort Aufstiegsspiele, Stichwort Relegation. Für drei MTV-Kollegenvereine des Bezirks, Calcio Leinfelden-Echterdingen, den TV Echterdingen und den TSV Weilimdorf, wird sich die Klassenzugehörigkeit erst innerhalb der nächsten zwei Wochen klären. In ihrem Fall also noch nichts mit Schluss.
Und für Calcio sowie Weilimdorf wäre bei einem Aufstieg dann eh alles neu. In der Oberliga respektive Verbandsliga waren die beiden Vereine noch nie. Sie träfen folglich überhaupt auf eine für sie eher unbekannte Konkurrenz.
Oberliga
Saisonstart: 3./4. August.
Staffelstärke: 18 Mannschaften.
Sicher dabei: VfR Aalen (Absteiger Regionalliga), TSG Balingen (Absteiger Regionalliga), SG Sonnenhof Großaspach, 1. CfR Pforzheim, FC Nöttingen, FSV Hollenbach, 1. FC Normannia Gmünd, TSV Essingen, VfR Mannheim, SV Oberachern, TSG Backnang, FV Ravensburg, FSV 08 Bietigheim-Bissingen, SV Fellbach (Aufsteiger Verbandsliga), FC Zuzenhausen (Aufsteiger Verbandsliga), FC 08 Villingen II (Aufsteiger Verbandsliga).
Team 17, noch zu klären: 1. Göppinger SV (bei Scheitern in den Aufstiegsspielen zur Regionalliga) oder SSV Reutlingen (bei Göppinger Aufstieg).
Team 18, noch zu klären: Calcio-Leinfelden-Echterdingen, FC Auggen oder SV Spielberg (Gewinner der Aufstiegsspiele aus der Verbandsliga)
Verbandsliga
Saisonstart: 10./11. August (bei 17 Teams) oder 17./18. August (bei 16 Teams)
Staffelstärke: 17 oder 16 Mannschaften
Sicher dabei: FC Holzhausen (Absteiger Oberliga), Türkspor Neckarsulm, Spfr. Dorfmerkingen, Spfr. Schwäbisch Hall, TSG Hofherrnweiler, SSV Ehingen-Süd, TSG Tübingen, TSV Oberensingen, TSV Berg, VfL Pfullingen, TSV Heimerdingen (Aufsteiger Landesliga), FC Esslingen (Aufsteiger Landesliga), Young Boys Reutlingen (Aufsteiger Landesliga), TSG Balingen II (Aufsteiger Landesliga).
Team 15, noch zu klären: TV Echterdingen oder VfR Heilbronn/TSV Weilimdorf/VfL Nagold/FC Wangen (Gewinner der Relegation).
Mögliches Team 16: SSV Reutlingen (Oberliga-Absteiger, falls Göppingen in den Aufstiegsspielen zur Regionalliga scheitert).
Mögliches Team 16 oder 17: Calcio Leinfelden-Echterdingen (bei Scheitern in den Aufstiegsspielen zur Oberliga).
Sonderfall: Steigen Göppingen und Calcio auf, wären es in der Staffel nur 15 Teams. In diesem Fall erhält auch der Verlierer des Relegationsspiels TV Echterdingen gegen VfR Heilbronn/TSV Weilimdorf/VfL Nagold/FC Wangen einen Startplatz.
Landesliga, Staffel 2
Saisonstart: 10./11. August (bei 17 Teams) oder 17./18. August (bei 16 Teams)
Staffelstärke: 17 oder 16 Mannschaften
Sicher dabei: GSV Maichingen (Absteiger Verbandsliga), SV Waldhausen, JC Donzdorf, SC Geislingen, TSV Bad Boll, TSGV Waldstetten, MTV Stuttgart, TSV Ehningen (Wechsel aus Staffel 3), VfL Sindelfingen (Wechsel aus Staffel 3), SV Böblingen (Wechsel aus Staffel 3), TV Darmsheim (Wechsel aus Staffel 3), TSV Bernhausen (Aufsteiger), FV Neuhausen (Aufsteiger), SG Bettringen (Aufsteiger), SV Rohrau (Aufsteiger).
Mögliches Team 16: TV Echterdingen (in der Relegation, möglicher Verbandsliga-Absteiger)
Mögliches Team 16 oder 17: TSV Weilimdorf (bei Scheitern in den Aufstiegsspielen).
Sonderfall: Sollten sich der TV Echterdingen und der TSV Weilimdorf für die Verbandsliga qualifizieren, wären es in der Staffel nur 15 Teams. In diesem Fall würde der eigentliche Absteiger VfL Kirchheim nachträglich einen Startplatz erhalten.
Bezirksliga Stuttgart/Böblingen
Saisonstart: 16. bis 18. August
Staffelstärke: 18 Mannschaften
Sicher dabei: aus dem bisherigen Bezirk Stuttgart: SV Bonlanden, TSV Plattenhardt, Spvgg Cannstatt, Sportvg Feuerbach, SC Stammheim, TSV Musberg, SV Vaihingen, TSV Münster, SGM ABV/TSV 07 Stuttgart, TSV Rohr, Croatia Stuttgart (Aufsteiger), TV Echterdingen II (Aufsteiger). Aus dem bisherigen Bezirk Böblingen/Calw: SV Deckenpfronn, Spvgg Holzgerlingen, VfL Herrenberg, VfL Oberjettingen, Türkischer SV Herrenberg, SV Oberjesingen (Aufsteiger).
Noch zu klären: – .