Nahe Pyramiden von Gizeh 17 Menschen bei Anschlag auf Touristen-Bus verletzt

Von red/ dpa 

In der Nähe der Pyramiden von Gizeh in Ägypten ist es zu einer Explosion nahe einer Museumsmauer gekommen, als ein Touristenbus vorbei fuhr. Wie viele Menschen insgesamt verletzt wurden, ist noch unklar.

Wie viele Menschen verletzt wurden, war zunächst unklar. Foto: dpa
Wie viele Menschen verletzt wurden, war zunächst unklar. Foto: dpa

Kairo - Bei einem Anschlag auf einen Touristenbus in Ägypten sind mindestens 17 Menschen verletzt worden. Staatsbedienstete, die nicht namentlich genannt werden wollten, berichteten über den Anschlag vom Sonntag. Ein Sprengsatz sei in der Nähe der Pyramiden von Gizeh an einer Straße explodiert. Der Bus habe mindestens 25 Personen transportiert, überwiegend aus Südafrika, hieß es. Unter den Verwundeten seien auch Touristen.

Der ägyptische Staat bekämpft seit Jahren auf der Sinai-Halbinsel islamische Extremisten. Bisweilen sind auch andere Landesteile von dem Aufstand betroffen gewesen und die Extremisten verübten dort Gewalt gegen Christen oder Touristen.

Zweiter Anschlag innerhalb eines halben Jahres

Der Bus sei auf einer Straße in der Nähe der Baustelle für das Große Ägyptische Museum gefahren, berichteten Staatsbedienstete. Sicherheitskräfte hätten den Ort der Explosion abgesperrt. Die Verletzten seien in ein nahegelegenes Krankenhaus gebracht worden. Die Explosion habe die Windschutzscheibe eines anderen Autos beschädigt. Auf im Internet verbreiteten Aufnahmen waren zerstörte Fenster des Busses zu sehen.

Der Anschlag war der zweite auf Touristen in der Nähe der berühmten Pyramiden innerhalb eines halben Jahres. Im Dezember erfasste ein Sprengsatz einen Bus mit 15 vietnamesischen Touristen, von denen mindestens drei ums Leben kamen.

Die für die ägyptische Wirtschaft bedeutsame Tourismusindustrie hat zuletzt Anzeichen einer Erholung gezeigt, nachdem sie in den vergangenen Jahren unter den politischen Unruhen und der Gewalt gelitten hatte, die auf den Sturz des Machthabers Hosni Mubarak im Jahr 2011 folgten.