In Bayern wird die Maskenpflicht in Bussen und Bahnen abgeschafft. Winfried Kretschmann hält an der Corona-Schutzmaßnahme fest.

Mehrere Länder haben am Dienstag angekündigt, auf Corona-Schutzmasken in Bussen und Bahnen zu verzichten. Baden-Württemberg bleibt bei der Vorgabe für Bus- und Bahnfahrende. Anders als etwa in Bayern oder Sachsen-Anhalt wird der Südwesten zumindest bis Ende des Jahres an der Maskenpflicht festhalten, wie Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) am Dienstag in Stuttgart mitteilte.

Bayern und auch Sachsen-Anhalt hatten zuvor entschieden, die Maskenpflicht in Bussen und Bahnen in den kommenden Tagen abzuschaffen. Ursprünglich war vorgesehen, dass Baden-Württemberg und Bayern bei diesem Thema gemeinsam entscheiden. Doch aus diesem Vorhaben wurde nichts. Es wäre sinnvoll gewesen, sich mit Bayern abzustimmen, sagte Kretschmann. Aber: „Wir sind da halt nicht zusammengekommen.“

Aus Sicht des Grünen-Politikers spricht derzeit vieles dafür, die Maskenpflicht nicht abzuschaffen. Kretschmann nannte als Beispiel den Weihnachtsverkehr. Deshalb wolle man nicht übertreiben. „Das kann man auch anders sehen. Das ist jetzt nicht die große gravierende Frage“, sagte Kretschmann.

NRW bleibt auch bei Maskenpflicht

Auch die Landesregierung in Nordrhein-Westfalen hält an der Maskenpflicht in Bussen und Bahnen im öffentlichen Personennahverkehr fest. Das bestätigte eine Sprecherin des NRW-Gesundheitsministeriums am Dienstag der dpa. Änderungen an den aktuellen Regelungen seien aufgrund der stagnierenden Corona-Infektionszahlen aktuell „nicht angemessen“.

Außerdem sei ein Mund-Nase-Schutz im Fernverkehr vom Bund vorgegeben. Würde eine Maskenpflicht im ÖPNV entfallen, sei es den Bürgerinnen und Bürgern „schwer zu vermitteln, warum sie in den Zügen des Fernverkehrs eine Maske tragen müssen, so die Sprecherin weiter.S