Nahverkehr in Stuttgart Immer mehr Kunden im VVS-Netz unterwegs

Von Wolfgang Schulz-Braunschmidt 

Obwohl die S-Bahn im Ballungsraum Stuttgart zurzeit als unpünktlich und unzuverlässig gilt, hat der Verkehrsverbund VVS in den ersten neun Monaten des Jahres knapp zwei Prozent mehr Fahrgäste gezählt als im Vorjahreszeitraum.

Vor allem im Berufsverkehr sind die Bahnsteige voller geworden. Foto: Michael Steinert
Vor allem im Berufsverkehr sind die Bahnsteige voller geworden. Foto: Michael Steinert

Stuttgart - Trotz der anhaltenden Unzuverlässigkeit und Unpünktlichkeit der S-Bahn hat der Verkehrs- und Tarifverbund Stuttgart (VVS) in den ersten neun Monaten dieses Jahres fast 1,9 Prozent mehr Fahrgäste gewonnen. „Wir sind recht zuversichtlich, dass wir bis zum Jahresende ein Plus von zwei Prozent schaffen“, erklärte der VVS-Geschäftsführer Thomas Hachenberger am Mittwoch. Damit liege man dann beim Zuwachs um das Doppelte über dem langjährigen Mittel.

Die VVS-Fahrgastzahlen stiegen in diesem Jahr von Januar bis September im Vergleich zu 2012 um vier auf 256 Millionen. „Besonders erfreulich ist, dass die Zahl unserer Stammkunden nach wie vor zunimmt“, erklärt Hachenberger. Inzwischen seien mehr als zwei Drittel der Fahrgäste schon Stammkunden beim VVS. Eine wesentliche Grundlage dieses Erfolgs ist für die VVS-Manager die Jahreskarte mit monatlicher Abbuchung. Dieses Ticket komme bei der Kundschaft sehr gut an, weil der Preis in monatlichen Teilbeträgen abgebucht werde. „Außerdem zahlt man für das Jahresticket im Abonnement nur zehn statt zwölf Monate“, sagt Hachenberger.

Zu den abgesetzten 65 120 Jahrestickets kämen noch gut 49 000 Firmentickets hinzu. „Hier rechnen wir wegen unseres mit zehn Prozent rabattierten Angebots mit einem Boom“, ergänzt Stammler. Voraussetzung dafür sei, dass die Unternehmen ihren Mitarbeitern für jedes Ticket einen Zuschuss von mindestens zehn Euro im Monat gewährten. „Die Rückmeldungen aus der Wirtschaft sind zahlreich. Wir rechnen damit, dass dieses neue Tarifangebot im nächsten Jahr sehr gefragt sein wird.“

So  haben sich die Fahrgastzahlen im VVS entwickelt.

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