Nahverkehr in Stuttgart-Sillenbuch Bezirksbeiräte kassieren zur U 15 eine Absage

Von Caroline Holowiecki 

Die Bezirksbeiräte von Stuttgart-Sillenbuch wollten die Neuerung der SSB bei der Stadtbahnlinie U 15 nicht hinnehmen. Die SSB hat täglich sechs Fahren von und nach Heumaden gestrichen. Nun kam eine Antwort, die nicht auf Freude stoßen dürfte.

Morgens und abends fahren jeweils drei Bahnen der Linie U 15 weniger nach Heumaden. Foto: Archiv Regine Warth
Morgens und abends fahren jeweils drei Bahnen der Linie U 15 weniger nach Heumaden. Foto: Archiv Regine Warth

Sillenbuch - Die Bemühungen des Sillenbucher Bezirksbeirat waren umsonst. Im November hatte das Gremium sich in einem interfraktionellen Antrag gegen Kürzungen bei der SSB aufgelehnt. Diese hat zum Fahrplanwechsel die Verkehrszeiten der U 15 eingeschränkt. Zu den Stoßzeiten im Pendlerverkehr endet die Linie nicht an der Ruhbank, sondern fährt weiter bis nach Heumaden. Dieses Angebot ist jedoch nun um je drei Fahrten am Morgen sowie am Abend verringert worden. Der Bezirksbeirat hatte sich darüber empört und gefordert, dass diese Umstellung rückgängig gemacht wird. Auch, um Druck von den aus Sicht des Gremiums überlasteten U-7-Zügen zu nehmen.

Ein freundliches Nein

Von der SSB setzte es nun eine freundliche, aber bestimmte Absage. In einem Schreiben an den Bezirksvorsteher Peter-Alexander Schreck heißt es, dass die fraglichen Fahrten schwach ausgelastet gewesen seien. „Demgegenüber kann durch den Entfall dieser sechs Fahrten die Betriebsqualität der Linie U 15 verbessert werden, da diese Linie durch die vielen straßenbündigen Abschnitte im Linienverlauf verspätungsanfällig ist“, heißt es.

Die Wendezeiten an der Ruhbank würden so erhöht, wodurch Verspätungen besser aufgefangen werden könnten. Die U 7 sei durchaus in der Lage, die Fahrgäste aufzunehmen, denen die gestrichenen Züge nun nicht mehr zur Verfügung stehen.

Umsteigezeiten teils problematisch

Und auch die Umsteigezeiten von der U 7 auf die U 15 und umgekehrt unterm Fernsehturm könnten nicht optimiert werden, heißt es – obwohl offenbar durchaus bekannt ist, dass diese mitunter „problematisch“ sind. Die Erklärung: Würde man im feinmaschigen U-Bahn-Netz an diesem Schräubchen drehen, würde es an anderer Stelle zu erheblichen Verschlechterungen führen, „was wir nach reiflicher Überlegung nicht hinnehmen können“, so die SSB abschließend.

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