Narren in Böblingen eröffnen Saison An Dreikönig erwachen die Hästräger
Die nächsten Wochenenden sind bei den Böblinger Narrenvereinen ausgebucht. Mit Häserwecken und Narrenbaum hat die Fasnetssaison am 6. Januar offiziell begonnen.
Die nächsten Wochenenden sind bei den Böblinger Narrenvereinen ausgebucht. Mit Häserwecken und Narrenbaum hat die Fasnetssaison am 6. Januar offiziell begonnen.
Drei Narri-Narro-Rufe erschallen punkt 11.11 Uhr zwischen Albabrücke und „Seegärtle“. Gemeinsam haben die neun Böblinger Narrenzünfte mit dem traditionellen Häsabstauben und Narrenbaumstellen am Samstag die närrische Saison 2024 eröffnet. Mittendrin: Oberbürgermeister Stefan Belz. Aber nicht mit der Narrenkappe, sondern mit dem Staubwedel, um die teils furchterregenden, aber schaurig-schönen Kostüme symbolisch aus dem Schlaf seit dem Aschermittwoch 2023 zu erwecken.
Seit vergangenem Jahr ist das Gelände zwischen den Seen Austragungsort der Veranstaltung, vor Corona war sie bei der Schönbuch-Brauerei. Als damals das Fasnetsbier nicht gebraut wurde, wechselten die Böblinger Narren die Örtlichkeit. Was lag da näher, als das „Seegärtle“ zur neuen Eventlocation zu erklären? Schon vor der Pandemie hatten die hiesigen Hästräger dort nach dem Sudhaussturm immer ihren Narrenbaum mit den Wappen aller Gruppen aufgestellt. „2023 haben wir ganz klein angefangen und jetzt auch ganz offiziell die Brücke gesperrt bekommen“, sagt Robin Brodbeck, Vorstand der Wasserbugl Hexa und Deifel, die eigens ihren Umzugswagen mitgebracht haben.
Durchs Programm führt Kemmla-Hexe Bianca Hartmann. „Die schwäbisch-alemannische Fasnet beginnt an Dreikönig – nicht am 11.11., das ist Karneval“, erklärt sie den Nicht-Insidern, von denen neben 250 bis 300 Mitwirkenden und Vertretern befreundeter Zünfte aus Nachbargemeinden ebenfalls nicht wenige vor Ort sind.
Böblinger Bären, Bluadschlotzer, Giftgrüne Schlossberghexen, Grün-Weiß Böblingen, Freie Narrenzunft Böblingen, Kemmla-Hexa, Lombamenscher, Rosch Narren und Wasserbuggl Hexa und Deifel, stellt Hartmann die Gruppen, Kostüme und ihre Bedeutung vor. Nicht fehlen dürfen fetzige Guggenmusik, die Tanzgarde und die von den Versammelten lautstark skandierten jeweiligen Narrenrufe.
Die Veranstaltung am Samstagvormittag aber ist nur der Auftakt. „Dettenhausen, Hildrizhausen, Gäufelden, Rohrau, Dachtel – da wird’s spät!“, zählt Robin Brodbeck, von allen nur „Brodi“ genannt, nur einige der weiteren närrischen Stationen für sich und seine Mitstreiter allein an diesem Tag auf. „Wir sind bis zum Aschermittwoch an allen Wochenenden unterwegs“, berichtet auch das Fasnets-Urgestein und Böblinger Bärin Maria Bartsch, die mit ihrem Engagement die Gruppen seit Jahren zusammenhält.
Dabei hat sie sicher auch wieder eine gute Idee für den Rathaussturm am schmotzigen Donnerstag, bevor das hiesige närrische Treiben mit dem Böblinger Rosenmontagszug am 12. Februar seinen endgültigen Höhepunkt findet.