Der 29-Jährige kämpft in Frankfurt um seine letzte Chance, vom Bundestrainer berufen zu werden – und sein Vereinscoach hat eine klare Meinung zur Form des Spielers.

Sport: Carlos Ubina (cu)

Er kämpft, er flankt, er übernimmt Verantwortung. Maximilian Mittelstädt präsentiert sich beim VfB Stuttgart zurzeit in starker Verfassung. Das sieht auch Sebastian Hoeneß so. „Er ist voll da und spielt defensiv wie offensiv auf sehr hohem Niveau“, sagt der Trainer vor dem Gastspiel des Tabellenvierten bei Eintracht Frankfurt an diesem Samstag (15.30 Uhr/Liveticker). Viel steht dabei auf dem Spiel: Für den Fußball-Bundesligisten geht es um den Einzug in die Champions League – und für Mittelstädt zusätzlich um seine WM-Chance.

 

Die Begegnung im Deutsche Bank Park ist die letzte Möglichkeit, sich für die deutsche Nationalmannschaft zu empfehlen, ehe Julian Nagelsmann am kommenden Donnerstag seinen Kader für das anstehende Turnier in Nordamerika offiziell bekannt gibt. Mittelstädt war in den vergangenen Monaten nicht mehr dabei, wenn der Bundestrainer sein Personal zusammenrief. Nathaniel Brown von Eintracht Frankfurt hatte dem Stuttgarter auf der Position des Linksverteidigers den Rang hinter David Raum abgelaufen.

Doch Mittelstädt hat nicht aufgegeben. Er will nach der Teilnahme an der Heim-EM 2024 zur WM 2026. Und nun wird aus dem Fernduell mit Brown ein direkter Vergleich, weil der VfB und die Eintracht aufeinandertreffen. „Maxi ist es gelungen, in dieser wichtigsten Phase der Saison seine Topform zu erlangen. Das ist das, was ich sehe, und das lässt sich auch aus den Spieldaten herauslesen“, sagt Hoeneß. Lauf- und zweikampfstark tritt der 29-Jährige auf und schlägt mit seinem linken Fuß gute Flanken. „Er ist bei den Standards zudem ein wichtiger Faktor für uns“, sagt Hoeneß und meint damit vor allem die Elfmeter.

Mittelstädt überzeugt auch vom Elfmeterpunkt

Zuletzt traf Mittelstädt beim 3:1 gegen Bayer Leverkusen in einer heiklen Phase des Spiels – mit ihm ist vom Punkt aus Sicherheit eingekehrt. Das ist ein Plus vor der Nominierung. „Er ist in Höchstform und ich glaube, dass dies kurz vor der WM in die Gedanken des Bundestrainers einfließen wird. Aus meiner Sicht hat Maxi gute Argumente auf seiner Seite. Natürlich ohne, dass ich vorgreifen möchte oder andere Spieler so genau beurteilen kann wie ihn“, sagt der VfB-Coach und ist sich sicher, dass Mittelstädt es Nagelsmann schwer macht, ihn für die Länderspiele ab Juni nicht zu berücksichtigen.