Nationalspieler des VfB Stuttgart Paukenschlag: Stiller und Mittelstädt nicht dabei
Große Überraschung: Die VfB-Führungsspieler Angelo Stiller und Maximilian Mittelstädt fehlen im DFB-Aufgebot für die letzten beiden Länderspiele des Jahres.
Große Überraschung: Die VfB-Führungsspieler Angelo Stiller und Maximilian Mittelstädt fehlen im DFB-Aufgebot für die letzten beiden Länderspiele des Jahres.
Es ist aus Sicht des VfB Stuttgart der nächste Paukenschlag des Bundestrainers – und dieses Mal ist es gleich ein doppelter. Denn nachdem Julian Nagelsmann im vergangenen Länderspielblock im Oktober überraschend auf den VfB-Linksverteidiger Maximilian Mittelstädt verzichtet hat, macht er nun selbiges. Mittelstädt steht in den letzten beiden Länderspielen des Jahres am 14. November in Luxemburg und drei Tage später in Leipzig gegen die Slowakei wieder nicht im Kader. Mit ihm fehlt dieses Mal auch noch der Stuttgarter Taktgeber Angelo Stiller, der zuletzt immer fester Bestandteil des DFB-Teams war - und vor nicht allzu langer Zeit sogar auf einem guten Weg in Richtung Stammplatz zu sein schien. Ebenso wie es Mittelstädt zumindest im Wechselspiel mit seinem Konkurrenten David Raum links hinten war.
Tempi passati, lässt sich da jetzt im November 2025 sagen. Für Mittelstädt und Stiller sind die Nicht-Nominierungen auch mit Blick auf die WM im nächsten Sommer schwer hinnehmbare Nackenschläge. Der DFB kommunizierte die Kadernominierung Nagelsmanns am Donnerstagmittag nur über seine offiziellen Kanäle. In seiner schriftlich verbreiteten Stellungnahme zum Aufgebot erwähnte oder begründete der Bundestrainer die Nicht-Nominierungen Mittelstädts und Stillers nicht.
In Torhüter Alexander Nübel und Offensivmann Jamie Leweling stehen nun zwei VfB-Profis im deutschen Aufgebot. Deniz Undav wurde wie schon im Oktober nicht nominiert – bei den beiden Partien in der WM-Qualifikation gegen Luxemburg (4:0) und in Belfast gegen Nordirland (1:0) war jeweils kein VfB-Profi auf dem Platz gestanden. Stiller und Nübel saßen jeweils auf der Bank, Leweling war wegen Adduktorenproblemen aus dem DFB-Quartier abgereist – und Mittelstädt wie jetzt wieder gar nicht erst nominiert worden.
Auf der Linksverteidigerposition setzt Nagelsmann in den letzten beiden WM-Qualifikationsspielen nun wieder auf Stammkraft Raum und dessen Vertreter Nathaniel Brown von Eintracht Frankfurt. Nagelsmann hatte nach dem 1:0 von Belfast noch dies über Mittelstädt gesagt: „Maxi hat es immer gut gemacht“, aber grundsätzlich spiele er aufgrund der Ordnung beim VfB gerade ein bisschen defensiver als in der vergangenen Saison und sei offensiv nicht mehr so ganz dabei: „In den Spielen gegen Luxemburg und Nordirland haben wir ein bisschen was anderes gebraucht“. Die Türe, so betonte das der Bundestrainer im Oktober noch explizit, sei für Mittelstädt aber nicht geschlossen.
Jetzt aber bleibt sie weiterhin versperrt – ebenso wie jetzt auch für seinen Stuttgarter Teamkollegen Stiller, der sich allerdings wie Mittelstädt keinesfalls in einer Art Leistungsloch beim VfB befindet. Allerdings sah Mittelstädt zuletzt beim 1:3 in der Bundesliga bei RB Leipzig bei einigen Angriffen über seine Seite nicht gut aus.
Mittelfeldmann Stiller jedenfalls hat nun weiter das Nachsehen gegenüber Aleksandar Pavlovic und Leon Goretzka vom FC Bayern, die im Oktober das deutsche Zentrum bildeten. Und Stiller hat, was die Kadernominierung auf seiner Position angeht, neuerdings auch das Nachsehen gegenüber Felix Nmecha (Borussia Dortmund). Joshua Kimmich vom FC Bayern wurde ja zuletzt im Oktober nicht mehr im Mittelfeldzentrum eingesetzt, sondern wieder als Rechtsverteidiger.
Für die beiden November-Länderspiele berief Nagelsmann in der Offensive den Rückkehrer Leroy Sané (Galatasaray Istanbul) sowie erstmals den 19-jährigen Linksaußen Said El Mala vom 1. FC Köln.