Natur- und Umweltschutz Erste Schritte auf dem Weg zu einem Öko-Werkle

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Eine Frau aus Stuttgart-Vaihingen will eine Art Naturschutzzentrum gründen. Einige Erfolge kann sich schon für sich verbuchen, doch sie braucht noch Mitstreiter.

Vor allem Kinder sollen die Natur mit allen Sinnen erleben. Dazu will die Vaihingerin Elke Bruns ein Öko-Werkle ins Leben rufen. Foto: dpa/Stephanie Pilick
Vor allem Kinder sollen die Natur mit allen Sinnen erleben. Dazu will die Vaihingerin Elke Bruns ein Öko-Werkle ins Leben rufen. Foto: dpa/Stephanie Pilick

Vaihingen - Die herbstlichen Impressionen auf ihrer Homepage machen deutlich, worum es Elke Bruns geht: um die Natur, darum, ihre Schönheit zu erhalten, mit ihr und nicht gegen sie zu leben. Um diesem Ziel ein Stück näher zu kommen, möchte die Vaihingerin in Stuttgart ein Öko-Werk aufbauen, oder doch zumindest ein Öko-Werkle. Aktuell sucht sie Mitstreiter, die sich zusammen mit ihr in einer Art Bürgerinitiative stark machen, die sich von der Idee mitreißen lassen.

Doch für manch einen ist das Vorhaben noch zu abstrakt. Das machen die Kommentare auf ihrer Internetseite deutlich. Was genau ist also ein Öko-Werk? Gemeint sei kein Werk im Sinne einer Produktionsstätte, erklärt Elke Bruns. Es gehe um einen Lernort für Kinder und Erwachsene. Ein Haus oder ein Gelände, wo jeder Natur erfahren, die Entwicklung von Pflanzen und Tieren beobachten könne. Vorstellbar seien ein Lehrgarten, ein grünes Klassenzimmer, Vorträge und Workshops. Bruns Vorbild ist das Öko-Werk in Emden, von dem sie auch den Namen übernommen hat. Gleichwohl könne ihre Idee aber auch mit Ökostation, Naturschutz-Zentrum oder Grüner Lernort umschrieben werden.

Die Initiatorin hat einen möglichen Kooperationspartner gefunden

Im Juli ging die Homepage online. Kurz vor der Sommerpause stellte sie ihre Idee im Bezirksbeirat vor. Bruns verteilte in ganz Vaihingen Flyer. Und sie machte bei verschiedenen Umweltverbänden Werbung für ihre Ziele. So hat sie mittlerweile ihre Nachbarin als Mitstreiterin gewinnen können. Die Zahl der Besuche auf ihrer Internetseite schnellten in die Höhe. Inzwischen ist diese direkt über eine Google-Suche zu finden. „Das war schon ein erhabenes Gefühl, als meine Seite bei der Suchmaschine gelistet war“, sagt Bruns und lacht.

Doch sie hat noch mehr erreicht. Die Volkshochschule Stuttgart lud Bruns zur VHS-Ökostation im Wartberg-Park ein. Vor allem aber hat sie mit dem Leonberger Gartenbaubetrieb Kriesten einen möglichen Kooperationspartner gefunden. Zu dem im Mahdental ansässigen Familienbetrieb gehört eine Natur-Akademie. Auf dem Programm stehen unter anderem Workshops im Grünen. „Um ihr Engagement in Umwelt, Nachhaltigkeit, Naturschutz und Bildung noch weiter zu intensivieren, kam Frau Kriesten-Ploppa mit einer wirklich schönen Idee auf mich zu. Sie bot mir an, verschiedene Bereiche auf ihrem Gelände für das Projekt Öko-Werkle zu nutzen“, sagt Elke Bruns. Sie denkt zum Beispiel an Bastelaktionen, an Singen am Lagerfeuer bei Punsch und Plätzchen.

Die Corona-Pandemie macht ihr einen Strich durch die Rechnung

Das alles hätte so schön zur Adventszeit gepasst, doch Corona macht all diese Ideen zunichte. Elke Bruns will trotzdem dran bleiben – „und dann, nach dem ganzen Mist mit Tatendrang an das Projekt gehen“. Für die Planung einer Auftaktveranstaltung brauche sie eine feste Gruppe, die sich regelmäßig treffe und austausche. Dafür will sie weiter die Werbetrommel rühren.

Wer mitmachen will, findet im Internet unter www.oekowerkle-stuttgart.de weitere Infos und Kontaktmöglichkeiten. Unter der Woche ist Elke Bruns nach 17 Uhr erreichbar unter 01 57/33 66 38 68.




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