NBA-Star Stephen Curry „Curry ist einzigartig“

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Wir haben uns mit dem Dreipunktespezialisten der MHP Riesen Ludwigsburg, Shawn Huff, über das Phänomen Stephen Curry und die Diskussion über eine Verschiebung der Dreipunktelinie unterhalten

 

Herr Huff, die NBA überlegt, die Dreipunktelinie weiter nach hinten zu verlegen. Was halten Sie von dieser Idee?
Ich sehe dafür keine Notwendigkeit. Wenn wir sie verlegen, müssten wir auch gleich das gesamte Feld größer machen.
Die NBA hat schon jetzt mit 7,24 Metern statt 6,75 andere Regularien als in Europa. Hat diese größere Distanz in Anbetracht der Treffsicherheit von Stars wie Stephen Curry Sinn?
Es gibt nur einen Curry. Was er macht, ist fantastisch und etwas, das wir zuvor nie gesehen haben. Er nimmt die Würfe, die normale Verteidigungen aufgeben wollen, aber er versenkt sie in unglaublicher Anzahl. Wenn wir sehen, wie er die Verteidigungen auseinandernimmt, dann ist es verständlich, dass die NBA die Regeln ändern will. Aber er ist der Einzige, der das macht, und ich denke, wir sollten die Regeln nicht ­wegen eines großartigen Spielers ändern. Genießen wir einfach solche Momente.
Sie haben bei der WM mit Finnland schon gegen die USA gespielt. Wie sehr drückt sich die Überlegenheit der US-Profis da aus?
Es ist eine unglaubliche Kombination aus Talent und Athletik im US-Team. Ich erinnere mich, dass es eine gewisse Zeit gedauert hat, sich dem Tempo des Spiels anzupassen. Alles, was sie machen, geschieht einfach schneller.
Bei den Riesen gelten Sie als Dreipunkte­spezialist. Was macht den Reiz dieser Würfe aus?
Der Extrapunkt macht diesen Wurf natürlich faszinierend, aber genauso die Erwartung, ob er reingeht oder nicht. Besonders in den entscheidenden Momenten eines Spiels kann man diese Vorfreude fühlen, wenn der Ball in der Luft ist und die Leute auf den Rängen aufspringen oder Luft ablassen – je nachdem, ob man zu Hause oder auswärts spielt.
Ist es angesichts der zunehmenden Intensität in der Defensive manchmal sogar ein­facher oder sinnvoller, aus der Distanz zu werfen?
Ein guter Werfer nimmt einfach so viele Dreipunktewürfe, wie die Verteidigung ­erlaubt.

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