Nebeneffekte der Corona-Krise Wie Tiere nun die menschenleeren Städte erobern

Von red/ dpa 

Während Menschen auf der ganzen Welt weitestgehend zuhause bleiben, erobern die Tiere nun die Städte. Sie sind auf der Suche nach Futter oder können endlich ungestört in ihren eigentlichen Lebensraum zurück.

In Mailand sind vor allem Tauben auf der Suche nach Futter zu  beobachten. Foto: dpa/Claudio Furlan
In Mailand sind vor allem Tauben auf der Suche nach Futter zu beobachten. Foto: dpa/Claudio Furlan

Rom/Madrid - Weniger Menschen, dafür mehr oder besonders hungrige Tiere in der Stadt? Die Ausgangssperren wegen der Coronavirus-Pandemie haben auch einen Effekt auf Tiere. Aus Mailand zum Beispiel berichten Augenzeugen, wie sich Tauben auf dem menschenleeren Domplatz zusammenrotten – auf der Suche nach Futter.

Ähnlich in Spanien: Auf Twitter zirkulierte ein Video aus der Urlaubshochburg Benidorm, in dem eine Frau nach dem Einkauf von einer großen Gruppe weißer Tauben verfolgt wird. Kommentatoren meinten, die Bilder erinnerten an Alfred Hitchcocks Thriller „Die Vögel“.

Ein anderer Nebeneffekt: Tiere, die sich normalerweise in ländlichen Regionen tummeln, trauen sich wieder in die Zentren der Metropolen – so geschehen in Barcelona. Dort wurden zuletzt Wildschweine sogar im Zentrum gesichtet. Normalerweise leben diese in den Hügeln der Serra de Collserola außerhalb der Metropole.

In Venedig posteten Menschen Bilder und Videos von Kanälen, die sauberer als sonst erscheinen und in die Fische zurückkehrten. „Die Natur erobert ihren Raum zurück“, schreiben Nutzer der Gruppe Venezia Pulita (Sauberes Venedig).

Lesen Sie hier: Glasklares Wasser in Venedigs Kanälen – Delfine in den Häfen

In Mailand sorgten Schwäne in den sogenannten „Navigli“, einem stadtinternen Kanalsystem, für Aufsehen.




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