Neckar Castor-Gegner kämpfen nach Transporten weiter für ihre Ziele

Von red/dpa/lsw 

Die Vorbereitungen für weitere Kundgebungen der Atomkraftgegner am unteren Neckar laufen. Die Castor-Gegner weisen auf die Gefahren von Atomkraft hin und erinnern an vergangene Nuklearkatastrophen.

Ein mit Castor-Behältern beladenes Spezialschiff fährt am 16.11.2017 bei Bad Friedrichshall auf dem Neckar (Archivbild). Foto: dpa
Ein mit Castor-Behältern beladenes Spezialschiff fährt am 16.11.2017 bei Bad Friedrichshall auf dem Neckar (Archivbild). Foto: dpa

Neckarwestheim - Die Atomkraftgegner am unteren Neckar wollen auch nach den fünf Castor-Transporten im vergangenen Jahr weiter in der Öffentlichkeit für ihre Ziele werben. „Wir beobachten im Moment genau, welche Umweltziele sich die geplante große Koalition steckt“, sagte Sprecher Herberth Würth in Neckarwestheim. Es gehe insbesondere um Klimaschutz und Kohlestrom.

Außerdem laufe die Planung für die Kundgebung „Fukushima - Strahlung ohne Ende“ am 11. März in Kirchheim am Neckar. Die Vorbereitungen seien in der Endphase. Mit der Demonstration wollen die Aktivisten auch an die Nuklearkatastrophe 2011 im japanischen Fukushima erinnern: „Wir möchten das Thema in der Öffentlichkeit halten.“

Gegner kritisieren Nacht- und Hochwasserfahrten

Im Rückblick auf die fünf Atommüll-Transporte auf dem Neckar im vergangenen Jahr sagte Würth, die Castor-Gegner hätten mit ihrer Kampagne „das Optimale erreicht“. Und weiter: „Das Thema war über neun Monate präsent und ist nicht nach dem zweiten oder dritten Transport in der Versenkung verschwunden.“

Würth kritisierte erneut die Organisatoren der Castor-Fahrten vom abgeschalteten Atomkraftwerk Obrigheim ins Zwischenlager in Neckarwestheim. „Eine Fahrt bei Nacht und eine Fahrt bei Hochwasser - das verlief nach dem Motto „Augen zu und durch““, sagte er.