Der lang ersehnte Esslinger Neckaruferpark soll demnächst eröffnet werden. Dann soll der schmale Streifen zwischen Fluss und Bahngleisen in der Nähe der Weststadt als Naherholungsgebiet für die Bürgerinnen und Bürger gelten. Allerdings ist das aus Sicht der Grünen im Esslinger Gemeinderat nicht unbedingt ein Selbstläufer. Um unerwünschten Entwicklungen vorzubeugen, fordern sie jetzt ein Nutzungskonzept.
Schon bei den jüngsten Diskussionen um eine Ausweitung der Alkoholverbotszone rund um den Esslinger Bahnhof war immer wieder die Befürchtung geäußert worden, die Trinkerszene könne sich angesichts des Verbots vom Bahnhofplatz in den neuen Neckaruferpark verlagern. Die Grünen-Fraktion hat nun beantragt, dass die Stadtverwaltung ein Nutzungs- und Sicherheitskonzept für den Park erarbeiten soll. Dabei solle sie die besondere Lage in der Nähe des Bahnhofs, die lineare Struktur des Parks, sowie die Verbindung zum benachbarten Merkelpark berücksichtigen. Ziel sei ein vielfältig genutzter, lebendiger und als sicher wahrgenommener öffentlicher Raum.
Das Konzept solle insbesondere sozialraumorientierte, niedrigschwellige Präsenzangebote zur Stärkung des Sicherheitsempfindens enthalten, außerdem Vorschläge für kleinteilige Nutzungen wie saisonale Gastronomieangebote, Sport, Bewegungs- und Aufenthaltsangebote, kleinere Kulturformate zur regelmäßigen Belebung des Parks und sanitäre Anlagen. Finanziert werden solle das Vorhaben aus bestehenden Haushaltsmitteln – etwa aus Mitteln aus der Kommunalen Kriminalprävention.
Die Grünen begründen ihren Vorstoß damit, dass mit dem Neckaruferpark ein neuer Grünzug in zentraler Lage zwischen Bahnhof, Innenstadt und Hochschule entstehe. Dieser öffne einen bislang ungenutzten Stadtraum am Neckar und biete die Chance, einen lebendigen urbanen Ort mit hoher Aufenthaltsqualität zu schaffen. Aufgrund der Nähe zum Bahnhofsvorplatz und der besonderen räumlichen Struktur sei es wichtig, frühzeitig Nutzung, Belebung und Sicherheit zusammenzudenken. Ein integriertes Konzept aus vielfältigen Nutzungen, sozialer Präsenz und präventiven Angeboten stärke das subjektive Sicherheitsempfinden und verhindere Verdrängungseffekte.