Neckarwestheim Schiff für zweiten Castor-Transport hat abgelegt

Das Schiff für den zweiten Castor-Transport hat am Montagmorgen in Neckarwestheim abgelegt. (Archivbild) Foto: dpa
Das Schiff für den zweiten Castor-Transport hat am Montagmorgen in Neckarwestheim abgelegt. (Archivbild) Foto: dpa

Der zweite Atomtransport über den Neckar geht in die heiße Phase: Das Transportschiff legte in Neckarwestheim ab, um in Obrigheim die gefüllten Atombehälter abzuholen.

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Neckarwestheim - Ein für den zweiten Castor-Transport vorgesehenes Transportschiff hat am Montagmorgen in Neckarwestheim abgelegt. Gegen 6.35 Uhr startete der Schubverband Richtung Obrigheim zum stillgelegten Atomkraftwerk, wie der Energiekonzern EnBW mitteilte. In Obrigheim sollen drei Castor-Behälter mit ausgedienten Brennelementen auf das Schiff verladen und voraussichtlich spätestens Mitte der Woche ins etwa 50 Kilometer entfernte Zwischenlager am Kernkraftwerk Neckarwestheim (Kreis Heilbronn) gebracht werden.

Am 28. Juni schickte EnBW den bundesweit ersten Transport auf einem Fluss mit hoch radioaktivem Müll von Obrigheim nach Neckarwestheim. Die Fahrt wurde von Protesten begleitet. Insgesamt sind fünf Transporte mit je drei Castoren geplant. Zusammen sollen damit 342 ausgediente Brennelemente nach Neckarwestheim gebracht werden.

Die Polizei rechnet mit weiteren Protesten von Atomkraftgegnern

Die Polizei rechnet mit weiteren Protesten von Atomkraftgegnern. Beim ersten Transport auf dem Wasser Ende Juni hatten sich einige Gegner von zwei Neckar-Brücken abgeseilt.

Die EnBW hatte den vom Bundesamt für kerntechnische Entsorgungssicherheit (BfE) genehmigten zweiten Transport bis Ende August ausgesetzt, um eine Gerichtsentscheidung über eine Beschwerde der Gemeinde Neckarwestheim abzuwarten. Der Ort sieht Sicherheitsfragen nicht hinreichend geklärt.

Das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg hatte am 25. August den Antrag der Gemeinde abgelehnt, mit dem sie eine Aufschiebung der Transporte erreichen wollte. Auch wenn der zweite Transport nicht verhindert werden konnte - Bürgermeister Jochen Winkler (parteilos) hofft auf ein Urteil im Beschwerdeverfahren noch im September. „Wenn wir hier obsiegen würden, wären die weiteren Transporte zunächst gestoppt.“

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