Neonazi-Aufmarsch in Göppingen Ermittlungen in 200 Fällen

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Ein Neonazi-Aufmarsch am 6. Oktober in Göppingen beschäftigt den Staatsschutz. Vor allem gewalttätige Gegendemonstranten müssen mit juristischen Konsequenzen rechnen.

Göppingen, 6. Oktober: Neonazis und Gegendemonstranten prallen aufeinander.  Foto: Rudel 27 Bilder
Göppingen, 6. Oktober: Neonazis und Gegendemonstranten prallen aufeinander. Foto: Rudel

Göppingen - Für die Göppinger Polizei ist der 6. Oktober der arbeitsreichste Tag des Jahres gewesen. Und auch jetzt, zweieinhalb Monate danach, macht der damalige Aufmarsch von Neonazis und die damit verbundene Gegendemonstration bei der zuständigen Abteilung für Staatsschutz der Göppinger Polizeidirektion noch viel Arbeit. Insgesamt 200 Ermittlungsverfahren würden bei der Polizei geführt, erklärte Ayfer Kaplan-Pirl von der Ulmer Staatsanwaltschaft auf Anfrage. Erst eines sei abgeschlossen und der Anklagebehörde vorgelegt worden. Doch auch in diesem Fall werde die Entscheidung über eine Anklageerhebung noch einige Zeit auf sich warten lassen. „Es ist nicht sinnvoll, ein Verfahren isoliert voranzutreiben“, sagte die Staatsanwältin. Schließlich komme es bei der juristischen Beurteilung auch auf das Gesamtbild an.