Netflix der Fahrradverleiher Swapfiets kommt nach Stuttgart

Von Dominik Florian 

Das niederländische Start-up Swapfiets bietet Fahrradfahren im Abo an. Rad, Schloss, 24-Stunden-Reparaturservice gibts zum monatlichen Festpreis. Wir beantworten die wichtigsten Fragen zum neuen Anbieter.

Bald auch in Stuttgart: mit dem Abo-Rad durch die Innenstadt Foto: dpa/Hauke-Christian Dittrich
Bald auch in Stuttgart: mit dem Abo-Rad durch die Innenstadt Foto: dpa/Hauke-Christian Dittrich

Stuttgart - Auf der Website des niederländischen Fahrrad-Abo-Anbieters Swapfiets taucht seit kurzem auch Stuttgart als Standort auf. Für einen monatlichen Fixpreis soll es das Hollandrad mit dem typischen blauen Vorderrad vom 1. März an auch in der Landeshauptstadt geben. In unserem Check geben wir die Antworten auf die wichtigsten Fragen zu dem neuen Anbieter.

Ab wann gibt es die die Swapfiets-Räder in Stuttgart?

Auf der Website des Unternehmens lassen sich die Zweiräder seit einigen Tagen für Stuttgart vorbestellen. Als voraussichtliches Lieferdatum wird der 1. März angegeben, eine Bestätigung von Swapfiets gab es auf Anfrage unserer Redaktion aber nicht.

Wie komme ich an mein Abo-Fahrrad?

Nach der Wahl der Stadt lässt sich bei der Auswahl des Rads noch der Rabatt für Studenten und Azubis geltend machen. Neben den persönlichen Daten und Zahlungsinformationen ist noch die Körpergröße anzugeben. Daraufhin meldet sich nach Angaben des Anbieters ein Mitarbeiter und vereinbart einen Termin für die Übergabe. Am Übergabetermin soll das Rad nach einigen Einstellungen sofort fahrbereit sein.

Wie viel kostet die Fahrrad-Flatrate?

Eine Abschlussgebühr verlangt der Anbieter nicht. Ist das Fahrrad geliefert, startet das Abo. Dann kostet das Gefährt samt Service 19,50 Euro pro Monat. Studenten und Auszubildende bezahlen zwei Euro weniger. Im Preis inbegriffen ist neben dem Zweirad auch ein Reparaturservice. Das Abo lässt sich mit einer Frist von einem Monat kündigen.

Welches Rad gibt’s zum Abo dazu?

Die Auswahl ist stark begrenzt: Im Stil des Herkunftslands des Start-ups gibt es in Stuttgart derzeit nur ein klassisches Holland-Rad, das in Kooperation mit dem Traditionshersteller Gazelle entwickelt wurde. Das Stadtrad ist mit sieben Gängen ausgerüstet. Etwas gewöhnungsbedürftig könnte die Rücktrittbremse sein, vorne wird mit einer Rollenbremse gestoppt. Dazu gibt es noch einen Gepäckträger am Vorderrad, Schutzbleche und ein integriertes Schloss.

Gibt es auch E-Bikes im Abo?

Obwohl in Stuttgart ein elektrischer Motor beim Hochradeln der Steigungen im Kessel helfen würde, werden aktuell noch keine E-Bikes angeboten. In München und Münster lässt sich für 75 Euro im Monat schon das E-Modell im Abo mieten.

Was passiert, wenn das Rad kaputt ist?

Ist der Reifen platt oder eiert das Rad, dann verspricht das Unternehmen prompte Hilfe. Eine Nachricht per Whatsapp oder eine Anfrage über die eigene App soll genügen, dann kommt ein Mechaniker vorbei, repariert das Rad oder tauscht es aus. Laut Swapfiets geschieht das innerhalb von 24 Stunden.

Was passiert, wenn das Rad gestohlen wird?

Die Swapfiets-Räder sind gegen Diebstahl versichert. Wird ein abgeschlossenes Rad gestohlen, muss der Abonnent eine Selbstbeteiligung von 60 Euro bezahlen und erhält kurz darauf ein neues Rad.

Wo gibt es die Zweiräder im Abo noch?

Die Swapfiets-Räder sind in allen größeren Städten in Deutschland verfügbar. Insgesamt gibt es 30 Standorte – vorrangig auch in Studentenstädten, in denen ein Abo abgeschlossen werden kann. Zudem gibt es die Zweiräder in den Niederlanden, wo das Start-up 2014 von drei Studenten gegründet wurde, sowie in Belgien und in Dänemark. Wechselt ein Abonnent seinen Wohnort, dann muss er ein neues Abo abschließen.




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