Im Luzerner Tatort ermittelten Kommissar Flückiger und sein Team das letzte Mal vor Schweizer Postkartenkulisse. Im Netz sorgte „Elefant im Raum“ zum Abschluss für wenig Begeisterung.

Luzern - Fake News, rechte Verschwörungstheoretiker, Waffenhandel und schmutzige Deals zwischen Politik und Wirtschaft: Die Tatort-Folge „Elefant im Raum“ aus Luzern schreckte nicht vor einem großzügig geschnürten Themenpaket zurück, sondern bescherte dem Ermittlerteam Reto Flückiger (Stefan Gubser) und Liz Ritschard (Delia Mayer) neben drei Leichen auch jede Menge Diskussionsstoff. Zum 17. und letzten Mal gingen die Schweizer Kommissare auf Verbrecherjagd – es war die letzte Folge der Zusammenarbeit von ARD und dem Schweizer Radio und Fernsehen (SRF).

 

Enttäuschende Zahlen

Besonders viel Abschiedsschmerz löste der Tatort bei dem TV-Publikum nicht aus. 7,39 Millionen Zuschauer sahen die Folge und erzielten mit 21,1 Prozent Marktanteil die höchste Reichweite des Abends. Für den Kultkrimi am Sonntagabend dennoch verhältnismäßig enttäuschende Zahlen. Auf Twitter prägten überwiegend negative Meinungen die Reaktionen, welche die Schweizer Ermittler auslösten. Dauerthema, wie bei allen Schweizer Tatortfolgen: Die Qualität der hochdeutschen Synchronisation.

Das zugegebenermaßen zugespitzt dargestellte Bild journalistischer Arbeit löste Missmut aus.

Kritik daran übte gar Markus Preiß, Bürochef der ARD in Brüssel.

Andere hätten sich eine spannungsvollere Ablenkung vom Wahlabend in Thüringen gewünscht.

Dieser Nutzer war offenbar bis zum Ende auf der Suche nach dem Zusammenhang zwischen Titel und Plot der Folge.

Nicht jeder trauert dem Schweizer Ermittlungsteam hinterher.