Netzreaktionen zum „Tatort“ „Wenn Faber der Normalste ist...“

Von Sebastian Xanke 

Skurril, ohne Drehbuch und mit politischer Prominenz: Der „Tatort“ am vergangenen Mittwoch spaltet das Netz und bietet einiges an Potenzial für lustige Memes. Trauer gibt es um den Tod einer langjährigen Kommissarin.

Diesmal nicht der verrückteste: Kommissar Faber, gespielt von Jörg Hartmann. Foto: dpa/Bernd Thissen
Diesmal nicht der verrückteste: Kommissar Faber, gespielt von Jörg Hartmann. Foto: dpa/Bernd Thissen

Stuttgart - Wenn die ARD mit ihrem „Tatort“ Experimente wagt, sind Aufschreie vieler Zuschauer gewiss. Und auch am vergangenen Mittwoch hat die neue Film-Folge mit dem Titel „Das Team“ für gespaltene Reaktionen in den sozialen Medien gesorgt. Die Besonderheit in diesem „Tatort“: Alle Schauspielerinnen und Schauspieler bekamen für ihre Rollen zwar einen groben Rahmen, allerdings kein festes Drehbuch vorgesetzt.

Einige Zuschauern bezeichneten die Handlung des Films deshalb als „plemplem“ oder bebilderten ihre Emotionen wie dieser User zwischen Müdigkeit und Ungläubigkeit.

Irritiert von der außergewöhnlichen Story war auch diese Nutzerin. Denn eigentlich spielt in „Tatorten“ mit Kommissar Faber vor allem er die skurrilste Rolle.

Das Stichwort „skurril“ bedeutet meistens auch Meme-Potenzial. So hat ein User folgende Szene mit der Überschrift „Wenn du als deutscher Urlauber so früh am Pool bist, dass noch nicht mal Wasser drin ist“ versehen – immerhin ist so kein Handtuch nötig.

Für diesen User gibt es mit dem neuen „Tatort“ nun sogar einen deutschen Ableger der Marvel-Superhelden „Avengers“.

Neben den Witzen über und der zum Teil harschen Kritik an dem experimentellen Film bezeichneten viele Zuschauer die Folge aber auch als „das Beste seit Ewigkeiten außerhalb des Tatort Münster“. Twitter-Nutzer lobten vor allem die Leistungen der Schauspieler und die kreative Handlung im Sinne eines Kammerspiels „mit Psychofuck.“

Auch die überraschende Gastrolle des nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Armin Laschet nahmen viele User positiv auf. Traurige Stimmen gab es hingegen zum Tod von Kommissarin Krusenstern, gespielt von Friederike Kempter. Nach 17 Jahren im „Tatort“-Team verabschiedete sich die Schauspielerin von der Film-Serie.

Ruhe kehrt beim Tatort wohl noch etwas länger nicht ein. Denn zumindest am kommenden Sonntag werden die sozialen Medien höchstwahrscheinlich mit ähnlich heftigen Kritiken gespickt sein. Wer nach längerer Abwesenheit wieder zu sehen sein wird? Til Schweiger als Kommissar Nick Tschiller.

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