Netzreaktionen zum „Traumschiff“ Wenn Florian Silbereisen mit dem Fernglas auf ein Rollo schaut

Von Sebastian Xanke 

Das „Traumschiff“ hat am zweiten Weihnachtstag außergewöhnlich viele Zuschauer erreicht. Im Netz differenzieren die Nutzer zwischen der Folge an sich, Florian Silbereisen und den zahlreichen prominenten Gastauftritten – natürlich mit einer gehörigen Portion Satire.

Florian Silbereisen war seit seiner Ernennung ein umstrittener „Traumschiff“-Kapitän. Foto: dpa/Dirk Bartling
Florian Silbereisen war seit seiner Ernennung ein umstrittener „Traumschiff“-Kapitän. Foto: dpa/Dirk Bartling

Stuttgart - So erfolgreich war das „Traumschiff“ zuletzt an Weihnachten 2012: Mit Florian Silbereisen als neuem „Traumschiff“-Kapitän hat die ZDF-Serie am zweiten Weihnachtstag stolze 7,49 Millionen Menschen vor die Bildschirme gelockt. Im vergangnen Jahr waren es zum Vergleich 5,27 Millionen Zuschauer. Auf Social Media fällt die Kritik zur neuen Folge ebenso eindeutig aus. Und die sozialen Medien wären nicht die sozialen Medien, wenn das „Traumschiff“ nicht auch gehörig durch den Kakao gezogen werden würde.

So beschreibt diese Userin ihre „Lieblingsszene“ und verweist auf einen Filmfehler. Denn was sieht Silbereisen alias Max Parger in der Szene durch sein Fernglas? Nicht etwa die weite See, sondern einen heruntergelassenen Rollo – ernst bleibt er dabei selbstverständlich trotzdem.

Seitdem Silbereisen als neuer „Traumschiff“-Kapitän angekündigt wurde, hagelte es Kritik an seiner Auswahl. Sein Debüt scheint vielen Nutzern allerdings gefallen zu haben. So schreibt diese Userin, Silbereisen wäre ein besserer Schauspieler als „’Sänger’ und Moderator.“

Viel stärker in die Kritik der Nutzer geriet die Handlung der neuen Folge. Das könne „die Serie besser und unterhaltsamer“, schreibt ein Nutzer.

Dieser User wiederum bringt die aus seiner Sicht überladene Story mit vielen prominenten Gastauftritten ironisch auf den Punkt. Er könne sich die Handlung nur damit erklären, dass die Autoren bewusstseinserweiternde Substanzen zu sich genommen hätten.

All das änderte allerdings nichts an den Zuschauerquoten. Bei den 14- bis 49-Jährigen schaffte es die „Traumschiff“-Folge auf starke 17 Prozent Marktanteil. Viele dürften sich wohl wie diese Userin gefühlt haben:

Das Fazit: Spott und Häme müssen traditionelle Serien wie das „Traumschiff“ wahrscheinlich auf ewig ertragen. Auf der anderen Seite schätzen viele Zuschauer gerade die einfachen Handlungsstränge und dabei doch besonderen Stimmungen, welche die Serie seit Jahrzehnten erfolgreich durch die unterschiedlichsten Altersgruppen transportiert.