Netzreaktionen zum TV-Triell „Sogar das Studio kracht zusammen“

Beim zweiten TV-Triell ging es heiß her. Foto: dpa/Christophe Gateau
Beim zweiten TV-Triell ging es heiß her. Foto: dpa/Christophe Gateau

Im Hintergrund macht es „Rumms“, Armin Laschet und Olaf Scholz attackieren sich gegenseitig und Annalena Baerbock steht dazwischen: Das sind die Netzreaktionen zum zweiten TV-Triell.

Volontäre: Sebastian Xanke (xan)
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Stuttgart - Das zweite TV-Triell am Sonntagabend zwischen den Kanzlerkandidierenden Annalena Baerbock (Grüne), Armin Laschet (CDU) und Olaf Scholz (SPD) ist vorbei. Auf Twitter haben Nutzerinnen und Nutzer intensiv über die Sendung diskutiert. Wir fassen die Stimmung zusammen.

Bereits viele Stunden vor Beginn des Triells von ARD und ZDF bereiteten sich Userinnen und User auf Twitter für den Abend vor, lieferten mehrere tausend Kurznachrichten – und äußerten zum Teil einen Wunsch:

Und tatsächlich rief Baerbock im Verlauf der Sendung klar in die Kamera blickend zum Impfen auf. Laschet und Scholz betonten im Anschluss ebenfalls die Wichtigkeit, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen.

Für einen kleinen Schock und anschließende Lacher hatte kurz zuvor ein lautes Rumpeln im Hintergrund der Moderatoren gesorgt. Irgendetwas war offenbar umgefallen. Ein User schrieb: „Sogar das Studio kracht zusammen.“ Ein anderer zog Parallelen zur Wahlarena mit Olaf Scholz. Vor wenigen Tagen war dort eine Drohne während ihrer Kamerafahrt an die Außenwand des Studios geknallt.

In den ersten zehn Minuten ging es vor allem um das Thema Koalitionen – für viele Userinnen und User ein alter Schuh. Die Politikwissenschaftlerin Svenja Krauss etwa sagte:

Anschließend ging es hitzig zur Sache. Laschet griff Scholz ein ums andere Mal an – etwa zu Untersuchungen der Staatsanwaltschaft in Gebäuden des Finanz- und Justizministeriums. Scholz reagierte ebenso angriffslustig; beide haben einige User aber nicht vollends überzeugt.

Während sich Laschet und Scholz immer wieder Schlagabtausche lieferten, sahen viele Nutzer Baerbock als lachende Dritte.

Die Moderation von Maybrit Illner und Oliver Köhr wiederum missfiel einigen Usern. Der Wahlforscher Thorsten Faas schrieb etwa:

Nach etwa einer Stunde ging die Runde zum Thema Klimaschutz über. Laschet äußerte sich dabei nach Ansicht vieler Nutzer wenig glaubwürdig.

Manch einem ging es bei dem Gespräch zu sehr um die Vergangenheit.

Und anderen zu wenig um das Thema Pflege:

Alles in allem fasste der Nutzer Rainer Faus das zusammen, was viele andere User auf Twitter ebenfalls schrieben:

Auch der User Axel Morgner konnte nicht viel Positives aus dem Triell ziehen. Seine Forderung: „Lasst uns einfach endlich wählen.“

Zum Schluss bekamen alle drei Kanzlerkandidierenden die Gelegenheit für einige Schlusssätze. Armin Laschet versprach, so er Kanzler werden sollte, mehr Bürokratie abzubauen. Annalena Baerbock wiederum legte in ihrem Schlussplädoyer einen Fokus auf den Klimaschutz. Für Olaf Scholz ging es vor allem um das Thema Respekt für Mitmenschen und auch für verschiedene Berufe.

Und wer hat nun gewonnen? Umfragen von ARD und ZDF unter Zuschauern des Triells kamen zu diesem Ergebnis:

Bei vielen Userinnen und Usern auf Twitter blieb allerdings vor allem eines hängen nach diesem zweiten Triell:

Lesen Sie hier auch die Netzreaktionen zum ersten TV-Triell: „Hat der uns gerade dumm genannt?“




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