Netzwerk Botnang Von Schachspielen bis Spazierengehen

Von Torsten Ströbele 

Das Projekt Netzwerk vermittelt engagierte Bürger an Einrichtungen und ist mit seinem Angebot nun auch im Internet vertreten.

Ehrenamtlichen Nora Hornung, Aksel Garves und Die Ehrenamtlichen Nora Hornung, Aksel Garves und Sibylla Närger mit den Netzwerkerinnen Christine Riehle und Birgit Närger Foto: Torsten Ströbele
Ehrenamtlichen Nora Hornung, Aksel Garves und Die Ehrenamtlichen Nora Hornung, Aksel Garves und Sibylla Närger mit den Netzwerkerinnen Christine Riehle und Birgit Närger Foto: Torsten Ströbele

Botnang - Jemandem Gesellschaft leisten, eine Partie Schach spielen, Schülern bei den Hausaufgaben helfen oder einfach nur zuhören: Das Betätigungsfeld für Ehrenamtliche in Botnang ist groß. „Wir suchen händeringend Menschen im Stadtbezirk, die sich engagieren möchten“, sagt Birgit Närger. Gemeinsam mit Christine Riehle leitet sie das Projekt Netzwerk Botnang, das im Oktober 2011 von der evangelischen und katholischen Kirchengemeinde sowie der Stadt Stuttgart ins Leben gerufen wurde. „Wir wollen mit dem Projekt aber keine Konkurrenz zu bestehenden Strukturen aufbauen, sondern die vorhandenen Kräfte bündeln und die Angebote vernetzen, erweitern sowie gegebenenfalls ergänzen“, sagt Birgit Närger.

Mittlerweile würden sich viele Institutionen aus Botnang bei ihnen melden und nach ehrenamtlichen Kräften fragen. „Allerdings rennen die uns wiederum nicht die Bude ein“, sagt Närger. „Wir brauchen einen langen Atem.“ Etwa 15 Freiwillige seien bislang erfolgreich vermittelt worden. Für das Tanzcafé im Karl-Wacker-Heim habe man beispielsweise sogenannte Vortänzer gesucht und gefunden.

Auch Nora Hornung ist seit Juni über das Netzwerk Botnang ehrenamtlich aktiv. Zweimal im Monat besucht sie eine 93-jährige Frau, um mit ihr ein bis zwei Stunden zu plaudern. „Ich denke so viel Zeit kann jeder investieren“, sagt Hornung. Birgit Närger und Christine Riehle legen großen Wert darauf, dass niemand Angst haben muss, dass sein ehrenamtliches Engagement zu zeitintensiv wird. „Jeder kann selbst entscheiden, wie lange er helfen und unterstützen möchte“, sagt Närger. „Oft helfen schon wenige Stunden weiter und auch einmalige Aktionen sind gerne gesehen.“

Eine Auswahl offener Stellen gibt es im Internet

Einmal im Monat ist auch die 13-jährige Sibylla Närger unterwegs, um ehrenamtlich zu helfen: „Ich verteile das Gemeindeblättle der evangelischen Kirche im Karl-Wacker-Heim.“ Sie freut sich, mit den Bewohnern in Kontakt zu kommen. „Ich stelle mich immer erst einmal vor. Manche sind zwar zuerst etwas skeptisch, aber meistens kommen wir dann schnell ins Plaudern“, sagt die Schülerin.

Ältere Mitbürger zu besuchen und zu unterstützen, sei einer der größeren Bereiche, in dem man viele Ehrenamtliche braucht, sagen Birgit Närger und Christine Riehle. Aber auch Leihgroßeltern, Integrationshilfen für Migranten oder Hausaufgabenbetreuung seien gefragte Betätigungsfelder. Über Angebot und Nachfrage der ehrenamtlichen Aufgaben können sich Interessierte seit wenigen Wochen auch im Internet informieren. „Wir stellen dort unter anderem eine Auswahl an offenen Stellen vor“, sagt Närger. Zudem finde man weitere Informationen über das Projekt und die Kontaktdaten auf der Homepage www.netzwerkbotnang.de. Gestaltet hat die Internetpräsenz der Botnanger Aksel Garves – natürlich ehrenamtlich.

Das Büro von Netzwerk Botnang ist im Bezirksrathaus, Klinglerstraße 7. Birgit Närger und Christine Riehle sind unter der Telefonnummer 2 16 24 24 zu erreichen.

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